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Vierwochen-Frist bei Wartezeiten: Delegierte verurteilen Aktionismus der Koalitionäre

Berlin, 11. November 2013 - Als „populistischen Aktionismus in Reinkultur, der an den Versorgungsrealitäten vorbeigeht“, bezeichnet die Bundeshauptversammlung des NAV-Virchow-Bundes die Einigung der Koalitionsparteien, dass Facharzttermine innerhalb von vier Wochen erteilt werden sollen. Dies beschlossen die Delegierten einstimmig in einer entsprechenden Resolution.

Einstimmiger Beschluss der BHV-Delegierten: Vorschlag der Koalitionäre ist Versorgungsverschlechterung (© Schoelzel - NAV-Virchow-Bund)

Im Antrag heißt es weiter: „Laut repräsentativer Versichertenbefragung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung 2013 wartet nur ein Fünftel der Patienten mehr als drei Wochen auf einen Facharzttermin. Im Vergleich der westlichen Industrienationen liegt Deutschland deshalb auf den vordersten Rängen und hat mit die niedrigsten Wartezeiten überhaupt.

Bei dem Lösungsvorschlag der Koalitionäre, lang wartende Patienten in den Krankenhäusern behandeln zu lassen, handelt es sich um eine qualitative Versorgungsverschlechterung, denn während die Behandlung in der Praxis den Facharztstandard garantiert, ermöglichen die Krankenhäuser dies nicht. Zudem werden aufgrund der Kapazitäten in den Ambulanzen der Krankenhäuser die Wartezeiten noch weiter steigen.“

Gleichzeitig betonten die Delegierten, dass Problem vereinzelt langer Wartezeiten weiterhin angehen zu wollen: „Der NAV-Virchow-Bund steht für eine qualitativ hochwertige Versorgung unserer Patientinnen und Patienten. Dazu gehören selbstverständlich akzeptable Wartezeiten. Hierbei haben sich im Versorgungsalltag in Konsens und Kooperation erzielte Lösungen als wesentlich besser erwiesen als dirigistische Maßnahmen.“

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