Landesgruppen Baden-Württemberg Bayern Saarland Rheinland-Pfalz Hessen Nordrhein Westfalen-Lippe Niedersachsen / Bremen Hamburg Schleswig-Holstein Mitteldeutschland Mitteldeutschland Mitteldeutschland Mecklenburg-Vorpommern Berlin/Brandenburg

Aktuelles

Unter kritischer Beobachtung – Landesgruppe Sachsen zum GKV-VStG

Dresden, 08. September 2011 - Im Rahmen der 57. Beratung des Bündnisses Gesundheit 2000 bei der Sächsischen Landesärztekammer Anfang September nahm die Landesgruppe Sachsen des NAV-Virchow-Bundes Stellung zum kommenden Versorgungsstrukturgesetz (GKV-VStG).

Vorsitzende der sächsischen Landesgruppe und praktizierende HNO-Ärztin, Dr. Sibylle Berndt

Darin begrüßt der NAV-Virchow-Bund Sachsen die Einsicht der Politik, dass der absehbare Ärztemangel zu einer Gefährdung der wohnortnahen flächendeckenden Versorgung führen kann. Anreize für die Niederlassung in strukturschwachen Gebieten zu setzen, so die Landesgruppenvorsitzende, Dr. Sibylle Berndt, sei hier der bessere Weg als Honorarkürzungen für bestimmte Arztgruppen. Ebenso positiv sieht Dr. Berndt die Pläne zur Begrenzung reiner Kapitalinteressen bei Gründung und Betrieb von MVZ. Der ärztliche Leiter soll dort in Zukunft selbst tätig sein. Aktiengesellschaften sollen nicht als Träger von MVZ zugelassen werden. Stattdessen fordert die Landesgruppe, auch Ärztenetze oder Verbände als Betreiber zuzulassen.

Auf Zuspruch stößt die geplante Re-Regionalisierung der Honorarverteilung. Hier müsse lediglich genau darauf geachtet werden, dass der fachärztliche und der psychotherapeutische Honorartopf weiterhin eindeutig voneinander getrennt blieben, so das Statement. Nachholbedarf sieht die Landesgruppe dagegen bei der Einrichtung klarer und nachvollziehbarer Vergütungsregeln sowie der Möglichkeit zur Abrechnung nach dem Kostenerstattungsprinzip. Letzteres könne helfen, die Eigenverantwortung der Patienten zu stärken. Die Delegation ärztlicher Leistungen solle darüber hinaus eng eingegrenzt und in Zusammenarbeit mit der Bundesärztekammer auf eine Liste delegationsfähiger Tätigkeiten festgelegt werden. Die Verantwortung für den Patienten müsse dabei aber immer beim Arzt verbleiben, so die Vorsitzende.

Mit Blick auf den neuen ambulanten spezialärztlichen Sektor, so Dr. Berndt, müsse der faire Wettbewerb zwischen den Leistungserbringern in Praxen und Krankenhäusern gewahrt werden. Zudem seien bereits viele ambulante Zentren entstanden, die jedoch mangels Fachärzten nicht ausreichend betrieben werden könnten. Die Einführung des neuen Sektors, so die Ankündigung aus der sächsischen Landesgruppe, werde unter kritischer Beobachtung stehen.

Der NAV-Virchow-Bund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

Mediacenter

Fotos, Videos und andere Downloads finden Sie in unserem Mediacenter.

Zu den Downloads

Ansprechpartner

Klaus Greppmeir
Hauptgeschäftsführer
Leiter der Pressestelle

Chausseestraße 119b
10115 Berlin
Fon: 030 / 28 87 74 0
Fax: 030 / 28 87 74 115
E-Mail: klaus.greppmeir@nav-virchowbund.de