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UMFRAGE: ARZNEIMITTELUMSTELLUNG DURCH RABATTVERTRÄGE FÜR KNAPP DIE HÄLFTE ALLER PATIENTEN PROBLEMATISCH

07. Februar 2008 - eur Berlin, 7. Februar 2008 – Rabattverträge für Arzneimittel haben bei Patienten zu großer Unsicherheit und Verwirrung geführt. Das belegt jetzt auch eine repräsentative Umfrage des Nürnberger Marktforschungsinstituts GfK im Auftrag des NAV-Virchow-Bundes unter 2.000 Patienten im Dezember vergangenen Jahres. Die medikamentöse Umstellung brachte für 43 Prozent der befragten Personen Probleme mit sich. 24 Prozent sagten, das neue Medikament sei ungewohnt für sie gewesen, 13 Prozent beklagten, dass sie es schlecht vertragen oder unter Nebenwirkungen gelitten hätten. Über 6 Prozent berichteten, dass sie mehrmals in die Apotheke gehen mussten, weil das neue Medikament nicht verfügbar gewesen wäre. 17 Prozent sind von dem neuen Medikament nach wie vor nicht überzeugt.

Gemeinsame Pressemitteilung
NAV-Virchow-Bund & Deutsche Gesellschaft für Versicherte und Patienten (DGVP)


eur Berlin, 7. Februar 2008 – Rabattverträge für Arzneimittel haben bei Patienten zu großer Unsicherheit und Verwirrung geführt. Das belegt jetzt auch eine repräsentative Umfrage des Nürnberger Marktforschungsinstituts GfK im Auftrag des NAV-Virchow-Bundes unter 2.000 Patienten im Dezember vergangenen Jahres. Die medikamentöse Umstellung brachte für 43 Prozent der befragten Personen Probleme mit sich. 24 Prozent sagten, das neue Medikament sei ungewohnt für sie gewesen, 13 Prozent beklagten, dass sie es schlecht vertragen oder unter Nebenwirkungen gelitten hätten. Über 6 Prozent berichteten, dass sie mehrmals in die Apotheke gehen mussten, weil das neue Medikament nicht verfügbar gewesen wäre. 17 Prozent sind von dem neuen Medikament nach wie vor nicht überzeugt.

Ernüchternd die Schlussfolgerung: 87 Prozent der Patienten lehnen laut der Umfrage einen wachsenden Einfluss der Krankenkasse auf die Verschreibung ab.

„Die Umfrage ist ein Plädoyer für die Therapiefreiheit des Arztes“, erklärt der Bundesvorsitzende des NAV-Virchow-Bundes, Dr. Klaus Bittmann. Offensichtlich haben die Krankenkassen den Faktor Patient bei ihren Einsparbemühungen völlig außen vor gelassen. Da zudem in den bestehenden Rabattverträgen jede Transparenz über tatsächliche Einsparungen fehle, schlägt Dr. Bittmann vor, „Festbeträge mit freier Wahl des Medikamentes einzuführen. Patienten sind bereit, für bessere Qualität oder Verträglichkeit einen Eigenanteil zu leisten.“ Das sichere zudem die Therapietreue des Patienten und damit auch den medizinischen Erfolg. „Rabattverträge dürfen zukünftig nicht am grünen Tisch verhandelt werden, sondern es muss die Sichtweise von Patienten und Ärzten berücksichtigt werden“, betont Dr. Bittmann.

Für den Patientenverband DGVP ist vor allem der hohe Anteil derjenigen Patienten alarmierend, der über Nebenwirkungen der neuen Medikation klagt. „Kosteneinsparungen sind zwar sinnvoll, doch wenn nahezu jeder siebte Patient nach einer Medikamentenumstellung statt einer Besserung zusätzliche Nebenwirkungen ertragen muss, ist das schädlich", unterstreicht DGVP-Präsident Wolfram-Arnim Candidus. „Sparen darf nicht zu zusätzlichen Gesundheitsbelastungen führen. In diesen Fällen darf und muss der Arzt bei der gewohnten Medikation bleiben. Patienten sollten ihren Arzt also unbedingt darauf ansprechen.“

Zusammenfassung der Ergebnisse der Umfrage in 3 Folien als PDF (61 K)

Gesamtumfrage als PDF (50 Seiten, 628K)



Der NAV-Virchow-Bund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

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