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Rückblick

1974– 1981

Am 25. März 1974 gründet der NAV die „Brendan-Schmittmann-Stiftung des NAV-Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands e.V.“. Kurze Zeit später, am 3. Mai 1974, wird die Stiftung vom Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen genehmigt, ihre Gemeinnützigkeit am 12. Juni1974 anerkannt.

Der erste Vorstand der Brendan-Schmittmann-Stiftung wird auf der Bundesvorstandssitzung des NAV am 23. Juni 1974 berufen. Zu ihm zählt der spätere Bundesvorsitzende des Verbandes, Dr. Erwin Hirschmann, als Vorsitzender, Dr. Walter Hemmer als stellvertretenden Vorsitzender sowie Dr. Dr. Irmgard Goldschmidt und Dr. Dietrich Maiwald als Beisitzer. Das Kuratorium, als zweites Gremium der Stiftung, konstituiert sich am 12. Oktober 1974 unter der Leitung von Dr. Horst Bergmann und Bernd Feddersen.

Namensgeber der Stiftung ist der Berliner Arzt Dr. Brendan Schmittmann (1916–1970), der Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin, Vorstandsmitglied der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und Präsident des Berliner Ärztebundes war. Dr. Schmittmann leitete den so genannten Berliner Ärztestreik im Jahr 1952. Die Proteste und ein von Schmittman erwirktes Verwaltungsgerichtsurteil führten schließlich zu einem gegliederten Krankenversicherungssystem in Berlin. In seiner Funktion als Geschäftsführer der Berliner Kongressgesellschaft setzte sich der Berliner Arzt für eine praxisnahe ärztliche Fortbildung ein und initiierte den „Deutschen Kongress für ärztliche Fortbildung“.

Erste Projekte der Stiftung werden 1974 von NAV-Arbeitsgruppen begonnen. Dazu zählen Untersuchungen zu Früherkennungsmodellen für Herz- und Kreislauferkrankungen und Studien zu den Kosten des deutschen Gesundheitswesens. Daneben haben auch gesundheitspolitische Veranstaltungen ihren Platz im Veranstaltungsprogramm der Brendan-Schmittmann-Stiftung. Dazu zählen Seminare zur Berufsfreiheit, Rehabilitation oder Integration Behinderter.

Besondere Beachtung findet das Thema ärztliche Kooperationsformen. Für das vom NAV konzipierte Modell „Spezialklinik für primärärztliche Versorgung“ wird 1975 ein Planungs- und Forschungsauftrag „Krankenhaus für primärärztliche Versorgung – Ambulante und stationäre Versorgung durch Kooperation niedergelassener Ärzte“ vergeben. Ziel des Modellvorschlags ist, die Lücke zwischen ärztlicher Versorgung in freier Praxis und dem Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung zu schließen. Dies stellt eine Form der fachverbindenden Gemeinschaftspraxis dar, die primärärztliche Versorgung im ambulanten Bereich sicherstellt und in einem begrenzten Bereich stationäre Leistungen vorhält. Der Ansatz findet große Resonanz nicht nur bei der niedergelassenen Ärzteschaft, sondern auch bei den Ärztekammern, Kassenärztlichen Vereinigungen und anderen Institutionen des Gesundheitswesens. Die Politik greift die Idee des Krankenhauses für primärärztliche Versorgung erst 1995 mit dem „Entwurf eines Gesetzes zur Neuordnung der Krankenhausfinanzierung 1997 – Krankenhaus-Neuordnungsgesetz 1997 (KHNG 1997)“ auf.

Mit einer Umfrage zieht die Brendan-Schmittmann-Stiftung 1980/81 Bilanz zum Projekt „Gruppenpraxen“ eine Bilanz der Vor- und Nachteile ärztlicher Kooperationen, die in der Broschüre „Gruppenpraxen – Eine Einführung in Formen ärztlicher Zusammenarbeit in der Bundesrepublik Deutschland“ veröffentlicht wird.

 

1982 – 1994

Als Dr. Hirschmann 1982 zum Bundesvorsitzenden des NAV gewählt wird, beruft der NAV-Bundesvorstand Dr. Brigitte Ernst, Vorsitzende des Arbeitskreises „Junge Ärzte im NAV“, zur Vorsitzenden der Brendan-Schmittmann-Stiftung. Dr. Hirschmann wird Mitglied des Kuratoriums. Neue Stiftungsprojekte sind fortan weitere Forschungen zu ärztlichen Kooperationsformen sowie Untersuchungen zu Selbsthilfegruppen in der ambulanten Versorgung.

1986 wird ein neuer Vorstand der Stiftung gewählt: wiedergewählt werden Dr. Ernst, Dr. Hemmer und Dr. Maiwald, neuer Beisitzer ist Dr. Michael Hahn, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Belegärzte (BDB). Die Stiftung arbeitet inzwischen an einem Projekt mit, das Strategien zur Krebsfrüherkennung untersucht. Ziel ist, auch in ländlichen Gegenden eine wohnortnahe Versorgung von Krebspatienten zu gewährleisten. Die Stiftung veröffentlicht 1991 in ihrer Schriftenreihe eine aktualisierte Beilage zur Broschüre „Das Belegarztwesen in der Bundesrepublik Deutschland“, eine überarbeitete Broschüre „Gruppenpraxen“ und 1992 „Die Bedeutung des Privatpatienten für den niedergelassenen Arzt“.

Nach dem Tod von Dr. Dietrich Maiwald konstituiert sich 1992 der Vorstand der Brendan-Schmittmann-Stiftung neu: Dr. Christian Morell wird zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt, Dr. Michael Fritz, Bundesvorsitzender des Deutschen Arbeitskreise für Zahnheilkunde DAZ, und Prof. Dr. Egbert Schröder werden neben Dr. Klaus Hahn als neue Beisitzer berufen. In den kommenden Jahren führt die Stiftung Seminare und Beratungen zu verschiedenen Themen durch, die für die Gemeinschaftspraxis relevant sind. Weiterhin veröffentlicht die Brendan-Schmittmann-Stiftung die Ergebnisse einer Patientenbefragung zur Verbesserung der ambulanten Krebsnachsorge. 1994 folgt eine Ärztebefragung zur Behandlung von Parkinson-Patienten durch.

Seitdem wendet sich die Stiftung verstärkt den Problemen der Vertragsärzteschaft zu, u.a. mit den Themen „Burn-out“, „Integrierte Versorgung“, „Wirtschaftliche Situation“, „Niederlassung“ und „Arbeitszeit“.

Ansprechpartner

Dr. Veit Wambach
Stellvertretender Bundesvorsitzender
Landesvorsitzender Bayern

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Ansprechpartnerin

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Wissenschaftliche Mitarbeiterin

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