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REGELLEISTUNGSVOLUMEN: IM ZWEIFEL WIDERSPRUCH

08. Januar 2009 - eur Berlin, 7. Januar 2009 – Die Bescheide über die praxisindividuellen Regelleistungsvolumina (RLV), die in den vergangenen Wochen von den Kassenärztlichen Vereinigungen verschickt wurden, lassen in manchen Praxen eklatante Honorarverluste befürchten. Diese lassen sich vielfach nicht durch Verschlankung der Praxisstruktur kompensieren und bedeuten oftmals den Ruin einstmals leistungsstarker Praxen, selbst unter Einrechnung von extrabudgetären Leistungen. Der NAV-Virchow-Bund rät allen, die für ihre Praxis massive Umsatzeinbußen errechnet haben, vorsorglich Widerspruch gegen den Bescheid der KV einzulegen. Ein Muster-Widerspruch wird bereitgestellt.

eur Berlin, 7. Januar 2009 – Die Bescheide über die praxisindividuellen Regelleistungsvolumina (RLV), die in den vergangenen Wochen von den Kassenärztlichen Vereinigungen verschickt wurden, lassen in manchen Praxen eklatante Honorarverluste befürchten. Diese lassen sich vielfach nicht durch Verschlankung der Praxisstruktur kompensieren und bedeuten oftmals den Ruin einstmals leistungsstarker Praxen, selbst unter Einrechnung von extrabudgetären Leistungen.

Der NAV-Virchow-Bund rät allen, die für ihre Praxis massive Umsatzeinbußen errechnet haben, vorsorglich Widerspruch gegen den Bescheid der KV einzulegen. Ein Muster-Widerspruch (29.7 KB) steht zum Download bereit, kann aber auch über die Rechtsabteilung des NAV-Virchow-Bundes bezogen werden. Parallel hierzu wird dringend empfohlen, ergänzend juristischen Rat einzuholen. Diese Rechtsberatung ist für Mitglieder des NAV-Virchow-Bundes im Mitgliedsbeitrag enthalten.

Durch die Bescheide der praxisindividuellen Regelleistungsvolumina ist der neue EBM endgültig in den Praxen angekommen: Bundesländer, Fachgruppen und Praxen sind jeweils sehr unterschiedlich betroffen. Von den ursprünglich avisierten 2,7 Milliarden Euro Honorarplus für die ambulante ärztliche Versorgung scheint nur ein Bruchteil anzukommen. Der NAV-Virchow-Bund fordert daher:

  • Transparenz herstellen: die Kassenärztlichen Vereinigungen müssen das Honorarsystem in nachvollziehbare Weise der Ärzteschaft und der Öffentlichkeit vorlegen und Widersprüchlichkeiten aufklären und beseitigen.

  • Krankenkassen und KVen müssen die volle Verantwortung für alle Auswirkungen der neuen Honorarsystematik auf die Versorgung der Patienten tragen. Die Politik als Verursacher dessen ist hierzu zu informieren und wo nötig mit in die Verantwortung einzubinden (in diesem Jahr sind zahlreiche Landtagswahlen und die Bundestagswahl!).

  • Bei Unterfinanzierung von Leistungen muss in Erwägung gezogen werden, dass Patienten vor Behandlungsbeginn Kostenübernahmeerklärungen von ihren Krankenkassen vorlegen.

Derzeit bieten Selektivverträge mit leistungsorientiertem Honorar Alternativen zum insuffizienten Kollektivvertrag. Bei einer Verschärfung der Lage in Regionen oder Fachgruppen ist der flächendeckende kollektive Systemausstieg die Ultima Ratio.

Der NAV-Virchow-Bund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

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