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So lange müssen Sie Patientenunterlagen wirklich aufbewahren

Patientenunterlagen müssen Sie immer 10 Jahre lang aufbewahren? Falsch! In vielen Fällen gelten andere Fristen.

 

Laut Gesetz müssen Patientenunterlagen 10 Jahre lang aufbewahrt werden. Die rechtliche Grundlage sind die Musterberufsordnung für Ärzte (MBO-Ärzte) § 10 Absatz 3 und das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) § 630f Absatz 3.

Es gibt aber eine Reihe von Ausnahmen mit kürzeren und längeren Fristen. Ein Beispiel:

Während Sie Präparate und Befunde der Krebsfrüherkennungsuntersuchung 10 Jahre lang aufbewahren müssen, dürfen Sie die Berichtsvordrucke nach Krebsfrüherkennungsrichtlinien schon nach 5 Jahren entsorgen.

 

Die 10 Jahresfrist gilt vor allem für folgende Dokumente:

  • Arztakten, Karteikarten und sonstige ärztliche Aufzeichnungen, inklusive gesonderte Befunde
  • Arztbriefe (eigene und fremde)
  • Aufnahmen von Röntgenuntersuchungen
  • EEG- und EKG-Streifen
  • Gutachten über Patienten
  • Krankenhausberichte
  • Laborbuch, Laborbefunde
  • Sonographische Untersuchungen

 

und wenn Sie in eigener Praxis tätig sind auch für:

  • Bilanzen
  • Buchungsunterlagen

 

Die wichtigsten Aufbewahrungsfristen, die von der 10-Jahres-Regel abweichen, haben wir in dieser Infografik zusammengefasst:

 

 

Erfahren Sie mehr zu den Themen Patientenakte, Aufbewahrungsfristen und Datenschutz in Arztpraxen:

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