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Aktuelles

NEUJAHRSBRIEF DES BUNDESVORSITZENDEN: REFORMEN – NUR MIT UNS!

29. Dezember 2010 - Berlin, 29. Dezember 2010 – Seit November 2010 ist Dr. Dirk Heinrich Bundesvorsitzender des NAV-Virchow-Bundes, Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands. In seinem Grußwort zum neuen Jahr benennt der 51-jährige Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und Allgemeinmedizin die wichtigsten anstehenden gesundheitspolitischen Themen des Verbands und stimmt die niedergelassene Ärzteschaft auf ein kämpferisches Jahr 2011 ein.


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Delegierten der Bundeshauptversamm- lung haben im vergangenen November den jüngsten Vorstand in der Geschichte des NAV-Virchow-Bundes gewählt und damit ein Zeichen zum Aufbruch in schwierigen Zeiten gegeben. Zu den Mitgliedern des Vorstands zählen seitdem auch zwei Frauen, womit der Verband der weiter zunehmenden Be- deutung von Ärztinnen in der Ärzteschaft Rechnung trägt. Doch das kann erst der An- fang sein. Die Herausforderungen, denen wir uns gegenübersehen, sind enorm.

Berufsbild im Wandel
Das Berufsbild Arzt verändert sich immer weiter. Unsere Aufgabe muss es daher sein, für attraktivere Arbeitsbedingungen und eine bessere ärztliche Versorgung zu kämpfen. Mir als Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und Facharzt für Allgemeinmedizin ist eine fachübergreifende Interessenvertretung dabei ein besonderes Anliegen. Die ersten Aufgaben liegen bereits auf dem Tisch: Die Bedarfsplanung in ihrer heutigen Fassung bringt keine Verbesserung der ärztlichen Versorgung sondern lediglich ihre ineffektive Überregulierung. Hier muss ein radikaler Schritt gemacht und die Bedarfsplanung aufgehoben werden! Der NAV-Virchow-Bund wird in den kommenden Monaten alternative Instrumente präsentieren, die den Ansprüchen einer guten flächendeckenden ärztlichen Versorgung in allen Landesteilen besser entspricht.

Honorarreform jetzt!
Die nächste große Baustelle ist die Reform der ärztlichen Vergütung. Eine Honorarreform muss her, die ihren Namen auch verdient. Die bisherigen Bemühungen haben zu einem verschärften Verteilungskampf und einer Zersplitterung in Partikularinteressen innerhalb der Ärzteschaft geführt. Im Ergebnis steht heute ein intransparentes und leistungsfeindliches Honorarsystem, das einer modernen medizinischen Versorgung mitnichten entspricht. Bei den vorgenannten Punkten werden wir nicht umhin kommen, Versorgung und Honorar regional zu regeln. Wir müssen weg von immer mehr Zentralismus und hin zu mehr Kompetenz auf regionaler Ebene. Die ärztliche Selbstverwaltung muss dafür dringend reorganisiert werden. Auch hierfür werden wir unseren Beitrag leisten.

Ärztenetze: Versorgungsform der Zukunft
Aus der Tradition ärztlicher Kooperationen unseres Verbandes zeigen wir zukunftsfähige Wege auf, die das Berufsbild Arzt wieder attraktiver machen. Wir fördern aktiv regionale Kooperationsformen ärztlicher Netze – die medizinische Versorgungsform der Zukunft. Dazu zählen auch Medizinische Versorgungszentren, jedoch nur, wenn sie ärztlich geführt werden und nicht renditeorientierten Kapitalgesellschaften unterliegen. Daher unterstützen wir die Pläne der Koalitionsregierung zur Stärkung von Ärztinnen und Ärzten bei der Führung der MVZ.

Die Agenda ist umfangreich, die Herausforderungen sind hoch. Der neue Bundesvorstand ist fest entschlossen, die politischen Themen der Zukunft offensiv anzugehen und aktiv mitzugestalten.

Ich wünsche Ihnen ein gesundes und berufspolitisch gutes Jahr! Der NAV-Virchow-Bund wird sich mit neuer Kraft für Sie einsetzen.

Ihr Dr. Dirk Heinrich


Der NAV-Virchow-Bund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

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T +49 (0)30 288 774 0
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Der NAV-Virchow-Bund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

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