Landesgruppen Baden-Württemberg Bayern Saarland Rheinland-Pfalz Hessen Nordrhein Westfalen-Lippe Niedersachsen / Bremen Hamburg Schleswig-Holstein Mitteldeutschland Mitteldeutschland Mitteldeutschland Mecklenburg-Vorpommern Berlin/Brandenburg

Aktuelles

NEUJAHRSBRIEF DES BUNDESVORSITZENDEN DR. KLAUS BITTMANN

08. Januar 2007 - Liebe Kolleginnen,
liebe Kollegen,

nach einem Jahr 2006 mit nie gekannten Protesten und einer Solidarisierung fremdelnder Verbände und Heilberufler, mit einer Festigung von Bündnissen und Allianzen, stehen wir nun an einem Scheidepunkt:

Die herrschende Regierungskoalition ist trotz allem gewillt, das „GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz“ (GKV-WSG) zu beschließen, mit kleinen optischen Korrekturen, in der Sache aber unverändert als Regulierungsgesetz gegen Selbstverwaltung, Freiberuflichkeit, Therapiefreiheit, gegen Heilberufe und ausgelieferte Patienten, und gegen das Volk.

Die Volksvertreter beugen sich gleichermaßen dem Koalitionszwang und der Ministerialbürokratie – oft gegen besseres Wissen.

Wir werden bis zum letzten Tag den Systemwandel zur Staatsmedizin bekämpfen und argumentativ von den Mitgliedern des Deutschen Bundestages und den Mitgliedern der Landtage Verantwortung fordern!

Liebe Kolleginnen,
liebe Kollegen,

nach einem Jahr mit nie gekannten Protesten und einer Solidarisierung fremdelnder Verbände und Heilberufler, mit einer Festigung von Bündnissen und Allianzen, stehen wir nun an einem Scheidepunkt:

Die herrschende Regierungskoalition ist trotz allem gewillt, das „GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz“ (GKV-WSG) zu beschließen, mit kleinen optischen Korrekturen, in der Sache aber unverändert als Regulierungsgesetz gegen Selbstverwaltung, Freiberuflichkeit, Therapiefreiheit, gegen Heilberufe und ausgelieferte Patienten, und gegen das Volk.

Die Volksvertreter beugen sich gleichermaßen dem Koalitionszwang und der Ministerialbürokratie – oft gegen besseres Wissen.

Wir werden bis zum letzten Tag den Systemwandel zur Staatsmedizin bekämpfen und argumentativ von den Mitgliedern des Deutschen Bundestages und den Mitgliedern der Landtage Verantwortung fordern!

Wir rufen Sie auf, dies auch auf regionaler Ebene zu versuchen. Keiner soll sagen können, er hätte nicht gewusst, welche Folgen das Treiben des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) bringen wird.

Unabhängig von der ungelösten und ausgezehrten Finanzierung der GKV ist das so genannte Reformgesetz ohne jeglichen Vorteil für die Patientenversorgung, schafft mehr Bürokratie und staatlichen Dirigismus. Was tun?

Dieses Gesetz soll von den dafür noch zuständigen Körperschaften der Selbstverwaltung umgesetzt werden, wir alle sollen mitmachen.

Sind wir dafür auf die Straße und in den Ausstand getreten?


Es ist Zeit, offenen Widerstand zu leisten, mit Selbstverwaltung, den Kassenärztlichen Vereinigungen und der KBV oder aber ohne.

Das Gesetz lässt folgende Möglichkeiten:

1. Staatsuntertänig und devot zu akzeptieren – dann aber muss die Zukunft klaglos hingenommen werden.
2. Das System verlassen durch Auswanderungen oder individuelle Zulassungsrückgabe.
3. Überlebensstrategie mit IGeL und Kostenerstattung, Reduktion der GKV-Leistungen (abhängig von Region und Fachgebiet).
4. Kollektive Zulassungsrückgabe als radikalste Maßnahme der Befreiung – mit allen Risiken.

Ein Verband der Niedergelassenen hat die Interessen seiner Mitglieder zu vertreten, zu erkämpfen. Der NAV-Virchow-Bund, Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands, hat dies 1960 für die Kassenzulassung erreicht. Paradoxer Weise ist der NAV-Virchow-Bund heute in Kenntnis der DDR-Vergangenheit bei einem Wandel zur Staatsmedizin gezwungen, den GKV-Ausstieg als letzten Ausweg zur Freiheit der niedergelassenen Ärzte mit vorzubereiten!

Bisher arbeiten hieran der Bundesverband der Ärztegenossenschaften, MEDI und die Freie Ärzteschaft und haben dieser Tage ein Handbuch dazu veröffentlicht. Kein freier Verband oder Berufsverband alleine kann aber als Auffangorganisation zum Schutz der Niedergelassenen bisher gegenüber Krankenkassen und Staat die notwendige Selbstverwaltungsaufgabe der KVen übernehmen. Daher wird parallel mit der Allianz der Deutschen Ärzteverbände auf Bundesebene eine Organisationsstruktur zu diesem Zweck geschaffen.

Auf Landesebene fordere ich Sie auf, mit gleich gesinnten Verbänden ebenfalls bei allen Profilierungseigenarten zu kooperieren und einzig für eine schnellstmögliche „Auffanggesellschaft“ Partnerschaften für eine aktive Interessensvertretung zu schließen!

Wir dürfen und werden nicht resignieren, wir müssen handeln!

Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich wünsche Ihnen und Ihren Familien auf diesem Wege ein ein glückliches und erfolgreiches neues Jahr.

Mit freundlichen und kollegialen Grüßen

Dr. Klaus Bittmann

Der NAV-Virchow-Bund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

NAV-Virchow-Bund
Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands e.V.
Leiter der Pressestelle: Klaus Greppmeir
Pressereferent: Adrian Zagler
Chausseestraße 119b
10115 Berlin
Tel: 030 / 28 87 74 - 0
Fax: 030 / 28 87 74 - 115
E-Mail: presse@nav-virchowbund.de
Web: www.nav-virchowbund.de
Twitter: www.twitter.com/nav_news

Mediacenter

Fotos, Videos und andere Downloads finden Sie in unserem Mediacenter.

Zu den Downloads

Ansprechpartner

Klaus Greppmeir
Hauptgeschäftsführer
Leiter der Pressestelle

Chausseestraße 119b
10115 Berlin
Fon: 030 / 28 87 74 0
Fax: 030 / 28 87 74 115
E-Mail: klaus.greppmeir@nav-virchowbund.de