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Aktuelles

NAV-Virchow-Bund fordert unverzüglich eine umfassende Finanzierungs- und Strukturreform der gesetzlichen Krankenversicherung

Berlin, 30. April 2002 - Unsere in der Vergangenheit bewährte Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) nähert sich finanziell und leistungsmäßig dem Kollaps. Die Reformversuche der letzten Jahrzehnte blieben Stückwerk, weil sie nicht die Ursachen, sondern nur Symptome beseitigten. Von politischer Seite fehlte der Mut zu einer notwendigen Strukturreform.

Die im NAV-Virchow-Bund organisierten niedergelassenen Ärzte beklagen, dass in der GKV trotz steigender Beiträge die Leistungen zunehmender Rationierung unterworfen werden.

Aus Sorge um die gute medizinische Versorgung unserer Bevölkerung zur Abwendung des finanziellen Ruins der GVK und zur Beseitigung der bestehenden ZweiKlassen-Medizin, legt der NAV-Virchow-Bund ein Gerüst für eine echte Gesundheitsreform vor und fordert die Politik auf, diese Forderungen im Interesse der gesamten Bevölkerung umzusetzen.

Die vom NAV-Virchow-Bund erarbeiteten Vorschläge sind eine Synthese aus der jetzigen GKV und dem Schweizer System, dem System, das die Bertelsmann-Stiftung bei der Analyse der relevanten Gesundheitssysteme der verschiedenen Länder im Jahre 2000 als Bestes ausgezeichnet hat und das ohne Zwei-Klassen-Medizin an der Spitze der medizinischen Versorgung in Europa steht. Außerdem werden Forderungen verschiedener Gesundheitsökonomen aufgegriffen.

Unverzichtbar für den NAV-Virchow-Bund ist die Beseitigung des für Versicherte und ihre Arbeitgeber kostenträchtigen „Verschiebebahnhofs Sozialversicherung“ zu Lasten der GKV. Die gegenseitige Unabhängigkeit der drei Säulen unseres Sozialversicherungssystems (GKV, Renten- und Arbeitslosenversicherung) muss von der Politik wieder hergestellt werden. Die GKV muss vor dem Zugriff des Staates so geschützt werden, dass die (Zwangs-)Beiträge ausschließlich zur Absicherung des Krankheitsrisikos verwendet werden dürfen.

Dies heißt:

Sozial-, gesellschafts- und familienpolitische Leistungen müssen – weil versicherungsfremd – künftig ausschließlich über den Haushalt und somit aus dem Steueraufkommen finanziert werden. Ohne direkte oder indirekte Subventionen für Renten-, Invaliden- und Arbeitslosenversicherung und ohne versicherungsfremde Leistungen läge der GKV-Beitragssatz heute noch unter 10 %. Die Politik muss künftig als größter Kostentreiber in der GKV ausfallen.

Der NAV-Virchow-Bund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

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