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Nach Einigung zwischen PKV und Ärzteschaft: GOÄ-Reform jetzt Chefsache für Bahr

Berlin, 15. Mai 2012 - Der NAV-Virchow-Bund begrüßt den Fortschritt der Verhandlungen zwischen der Bundesärztekammer (BÄK) und dem Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV), sich auf eine gemeinsame betriebswirtschaftliche Basis und spezifische Qualitätskriterien für eine neue Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ohne eine Öffnungsklausel geeinigt zu haben. Der Bundesvorsitzende des Verbands der niedergelassenen Ärzte Deutschlands, Dr. Dirk Heinrich: „Jetzt sind die größten Steine aus dem Weg geräumt. Einer neuen GOÄ in dieser Legislaturperiode steht nichts mehr im Weg.“

Die Abrechnung privatärztlicher Leistungen ist dank der jahrzehntelang nicht aktualisierten GOÄ kaum noch ordentlich zu machen. (© contrastwerkstatt - Fotolia.com)

Handeln müsse nun die Politik, fordert Dr. Heinrich: „Der Ball liegt im Feld des Bundesgesundheitsministeriums. Minister Bahr muss die GOÄ-Reform zur Chefsache machen.“

Eine Neufassung der aktuell gültigen Gebührenordnung gilt als längst überfällig. Sie war zuletzt in den 1980er Jahren überarbeitet worden und beinhaltet nicht den medizinisch-technischen Fortschritt der vergangen rund 20 Jahre. Es komme aus drei Gründen nun darauf an, schnell zum Ziel einer novellierten GOÄ zu gelangen, so Dr. Heinrich: „Wir brauchen endlich klare Abrechnungsregeln im Sinne eines funktionierenden Verbraucherschutzes und für mehr Rechtssicherheit für die Ärzte. Es kann nicht sein, dass moderne Untersuchungs- und Behandlungsmethoden auf der Grundlage eines völlig veralteten Gebührenverzeichnisses abgerechnet werden müssen.“ Die exakte Leistungstaxierung, so Dr. Heinrich, erhöhe die Kosten-Transparenz für die Patienten. „Hier brauchen wir klare und eindeutig nachvollziehbare Regelungen. Anwendungsschwierigkeiten und Fehlinterpretionen des Uralt-Verzeichnisses sind bislang an der Tagesordnung. Dies führt zu vermeidbaren Konflikten zwischen Ärzten und Patienten“, kritisiert der NAV-Vorsitzende.

Die Private Krankenversicherung ermögliche es schließlich, medizinische Innovationen auf dem Markt zu etablieren. Die GOÄ-Reform sei daher praktizierter Patientenschutz, so Dr. Heinrich. Vor dem Hintergrund der Einigung zwischen Ärzteschaft und PKV-Verband bekomme die Politik nun die einmalige Gelegenheit, eines der dringlichsten Reformvorhaben abzuschließen. „Diese Chance darf auf keinen Fall verpasst werden“, mahnt der Bundesvorsitzende.

Der NAV-Virchow-Bund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

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