Landesgruppen Baden-Württemberg Bayern Saarland Rheinland-Pfalz Hessen Nordrhein Westfalen-Lippe Niedersachsen / Bremen Hamburg Schleswig-Holstein Mitteldeutschland Mitteldeutschland Mitteldeutschland Mecklenburg-Vorpommern Berlin/Brandenburg

Aktuelles

Merkwürdige Doppelzüngigkeit der AOK: Qualität fordern und zugleich Qualität abbauen

Berlin, 17. April 2013 - Eine „merkwürdige Doppelzüngigkeit“ attestiert der Bundesvorsitzende des Verbandes der niedergelassenen Ärzte, Dr. Dirk Heinrich, dem AOK-Vorstand Uwe Deh. Das Vorstandsmitglied des AOK-Bundesverbandes forderte gestern auf der KBV-Versorgungsmesse eine stärkere Ausrichtung der ambulanten Versorgung auf Ergebnisqualität.

"Merkwürdige Doppelzüngigkeit" - Uwe Deh, AOK-Vorstandsmitglied (© AOK-Mediendienst)

„Das ist einerseits ja richtig. Auf der anderen Seite schließt die AOK aber einen Vertrag zur Hörgeräteversorgung allein durch Hörgeräteakustiker unter Umgehung der HNO-Ärzte und im Widerspruch zu den Qualitätssicherungs-Richtlinien zur Hörgeräteversorgung“, berichtet Dr. Heinrich. Die in den Richtlinien vorgeschriebene Qualitätssicherung, insbesondere auf die Ergebnisqualität hin, werde dadurch unmöglich gemacht. Dabei hätten sich die Krankenkassen bereits bei der Implementierung der Qualitätssicherungs-Richtlinien geweigert, dies entsprechend zu honorieren. „Ein solches Vorgehen empfinden die niedergelassenen Ärzte als heuchlerisch“, so Dr. Heinrich.

„Wer eine bessere Ergebnisqualität in der ambulanten Versorgung fordert, sollte zunächst seine Hausaufgaben machen und vor allem nicht entgegen der eigenen Sonntagsreden handeln“, fordert der Bundesvorsitzende des NAV-Virchow-Bundes.

Zudem könne das AOK-System mit seiner Marktmacht als gutes Beispiel vorangehen: „Warum ist die AOK denn nicht der Schrittmacher bei qualitätsbezogenen Innovationen, wie beispielsweise bei der Förderung von Qualitäts-Ärztenetzen nach § 87b SGB V? Hier kann die AOK zeigen, dass sie Ergebnisqualität nicht nur fordern, sondern auch fördern kann“, erklärt Dr. Heinrich.

„Wir werden die AOK jedenfalls beim Wort nehmen, und darauf achten, dass sie bei Innovationen in der Versorgung nicht nur im Bremserhäuschen sitzt, sondern auch einmal aufs Gaspedal tritt“, so der NAV-Virchow-Bund-Vorsitzende.

.
.

Mehr zum Thema: "Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen" - Statement Dr. Dirk Heinrich zur Forderung des AOK-Vorstandes Jürgen Graalmann nach Schwerpunktstaatsanwaltschaften im Gesundheitswesen vom 12. April 2013

.
.

Der NAV-Virchow-Bund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

NAV-Virchow-Bund
Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands e.V.
Leiter der Pressestelle: Klaus Greppmeir
Pressereferent: Adrian Zagler
Chausseestraße 119b
10115 Berlin
Tel: 030 / 28 87 74 - 0
Fax: 030 / 28 87 74 - 115
E-Mail: presse@nav-virchowbund.de
Web: www.nav-virchowbund.de
Twitter: www.twitter.com/nav_news

Mediacenter

Fotos, Videos und andere Downloads finden Sie in unserem Mediacenter.

Zu den Downloads

Ansprechpartner

Klaus Greppmeir
Hauptgeschäftsführer
Leiter der Pressestelle

Chausseestraße 119b
10115 Berlin
Fon: 030 / 28 87 74 0
Fax: 030 / 28 87 74 115
E-Mail: klaus.greppmeir@nav-virchowbund.de