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MEDIZINSTUDIUM: UMDENKEN DRINGEND NÖTIG - AUSWAHL BISLANG NICHT TREFFSICHER

07. April 2010 - eur Berlin, 7. April 2010 – Als ein erstes richtiges Signal zum Umdenken bei der Auswahl des ärztlichen Nachwuchses bezeichnet der Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands den Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler, den Numerus Clausus für das Medizinstudium abzuschaffen. Von 100 Studienanfängern kommen nur knapp 60 als Ärzte in der Versorgung an. Offenbar, so der NAV-Virchow-Bund, ist die bisherige Auswahl nicht treffsicher genug. Deshalb ist die Diskussion über die Auswahl des ärztlichen Nachwuchses längst überfällig, schließlich ist das Medizinstudium mit Kosten von etwa 180.000 Euro mit die teuerste akademische Ausbildung.

eur Berlin, 7. April 2010 – Als ein erstes richtiges Signal zum Umdenken bei der Auswahl des ärztlichen Nachwuchses bezeichnet der Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands den Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler, den Numerus Clausus für das Medizinstudium abzuschaffen. Von 100 Studienanfängern kommen nur knapp 60 als Ärzte in der Versorgung an. Offenbar, so der NAV-Virchow-Bund, ist die bisherige Auswahl nicht treffsicher genug. Deshalb ist die Diskussion über die Auswahl des ärztlichen Nachwuchses längst überfällig, schließlich ist das Medizinstudium mit Kosten von etwa 180.000 Euro mit die teuerste akademische Ausbildung. Möglich wäre hier ein gezieltes Anwerben von Medizinstudierenden aus unterversorgten Gebieten, da diese sich als Ärzte in der Regel auch in ihrer Heimatregion niederlassen.

Doch das allein reicht nicht aus, um den Arztberuf attraktiver zu gestalten und den bereits bestehenden Ärztemangel aufzuhalten. Gerade in der Versorgung mit Hausärzten drohen weitere Lücken, denn schon heute sind über 60 Prozent der Hausärzte 50 Jahre und älter.

Deshalb ist in diesem Zusammenhang die Reform des Honorarsystems ein weiterer wichtiger Baustein, um über Anreizsysteme Ärzten die Niederlassung im ländlichen Raum zu erleichtern. Für einen niedergelassenen Arzt ist es heute äußerst kompliziert, seine Honorarabrechnung nachzuvollziehen und festzustellen, wie seine Leistung vergütet wird. Sollte es hier gelingen, mehr Transparenz und Verteilungsgerechtigkeit bei der Honorierung niedergelassener Ärzte zu schaffen, ist der Beruf des Arztes wieder ein stückweit attraktiver geworden.

Das Problem der ärztlichen Unterversorgung im hausärztlichen Bereich darf jedoch nicht dazu führen, dass die fachärztliche Versorgung auf dem Land aus dem Blick gerät. Auch hier droht Unterversorgung und die Behandlung an Krankenhäusern ist keine wirtschaftliche und wohnortnahe Alternative zum niedergelassenen Facharzt. Hier gilt es, Zusammenschlüsse von Fachärzten zu erleichtern und sie bei der Gründung von ärztlichen Versorgungszentren zu unterstützen.


Der NAV-Virchow-Bund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

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