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Landesverband erneuert Kritik an eGK: Datensicherheit bei Zentralspeicherung unmöglich

Neukirchen-Vluyn, 05. März 2014 - Angesichts der mangelhaften Datensicherheit in 15 nordrhein-westfälischen Kommunalverwaltungen erneuert die Landesgruppe Nordrhein des NAV-Virchow-Bundes ihre Forderung, bei der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) auf die zentrale Speicherung von Gesundheitsdaten zu verzichten. „Die Verantwortlichen müssen begreifen, dass es bei der Zentralspeicherung keine Datensicherheit gibt“, mahnt Dr. Lutz Kindt, Vorstandsmitglied der Landesgruppe. Am Montag hatte die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) über die mangelhafte Datensicherheit in 15 nordrhein-westfälischen Stadtverwaltungen berichtet.

"Zentrale Datenspeicherung lädt Datendiebe gerazu ein" - Dr. Lutz Kindt, Vorstandsmitglied der Landesgruppe Nordrhein im NAV-Virchow-Bund (© Schoelzel - NAV-Virchow-Bund)

„Es ist nicht gerade beruhigend, in der Zeitung zu lesen, wie einfach Personendaten von Stadtverwaltungen gehackt werden können“, sagt Kindt. Angesichts des schlechten Abschneidens bei dem von den Kommunen selbst beauftragten Sicherheitstest müsse davon ausgegangen werden, dass auch in anderen Bereichen der Datenschutz nicht ausreichend sei. „Jedwede zentrale Speicherung lädt Datendiebe geradezu ein“, kritisiert der praktische Arzt aus Neukirchen-Vluyn. Dies gelte insbesondere für die äußerst sensiblen Gesundheitsdaten der über 70 Millionen gesetzlich Versicherten. Der einzige Weg, einen potenziellen Datenklau im großen Stil auszuschließen, sei es, die Gesundheitsdaten auf den bereits vorhandenen dezentralen Medien zu speichern. „Die Daten gehören in die Hände der Patienten und sonst nirgendwohin“, unterstreicht Kindt die Forderung der Landesgruppe.

Beim IT-Sicherheitstest der NRW-Kommunen kam der beauftragte Experte zum Ergebnis, auf eine Zentralisierung von sensiblen Daten gänzlich zu verzichten. Zudem erfordere die Informationstechnologie eine erhöhte Sorgfalt der städtischen Mitarbeiter. Die Landesgruppe Nordrhein des NAV-Virchow-Bundes kritisiert die mangelhafte Sicherheit der Versichertendaten auf der elektronischen Gesundheitskarte sowie die ausufernden Kosten des IT-Großprojektes bereits seit Entwicklungsbeginn. Verschiedene Datenpannen sowie das Bekanntwerden der massenhaften Überwachung durch den amerikanischen Geheimdienst NSA untermauerten die Kritik des Ärzteverbandes in jüngster Zeit.

Der NAV-Virchow-Bund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

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