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Krankenkassen betreiben systematischen Rufmord an Ärzten

Köln, 30. Januar 2003 - Die Behauptung der AOK Niedersachsen, jeder zehnte Arzt in Niedersachsen betrüge bei der Abrechnung mit Leistungen an toten Patienten, zeigt deutlich, dass wieder einmal von den Krankenkassen systematisch versucht wird, die niedergelassenen Ärzte zu kriminalisieren.

Diesen Vorwurf erhob der Bundesvorsitzende des NAV-Virchow-Bundes, Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands, Dr. Maximilian Zollner, und wies darauf hin, dass nach der Überprüfung der von der AOK vorgelegten Liste von 1040 Ärzten die Kassenärztliche Vereinigung festgestellt habe, dass bei mindestens 80 Prozent mit relativ großer Wahrscheinlichkeit ein Betrug ausgeschlossen werden könne. Bei den restlichen 20 Prozent seien die Daten viel zu ungenau, um einen konkreten Verdacht abzuleiten.

Es scheine den Krankenkassen nur darum zu gehen, mit gezielten Verleumdungen die Position der niedergelassenen Ärzte bei der anstehenden Gesundheitsreform zu schwächen, betonte Zollner. Immer wenn Veränderungen im Gesundheitswesen oder Honorarverhandlungen anstünden, würden von den Krankenkassen Betrugsvorwürfe aus dem Hut gezaubert, die sich später als nicht haltbar herausgestellt hätten. Dies sei schon bei dem so genannten Herzklappenskandal gewesen oder bei den Behauptungen des Vorstandsmitglieds der Innungskrankenkassen, Gernot Kiefer, 20 Prozent der Vertragsärzte rechneten bewusst falsch ab.

Die Krankenkassen sollten endlich ihre unredliche und diskreditierende Strategie gegenüber den Vertragsärzten revidieren und zu einem fairen Umgang miteinander zurückfinden. Anderenfalls werde der NAV-Virchow-Bund seinen betroffenen Mitgliedern empfehlen, mit Schadenersatzklagen gegen die Kasse vorzugehen.

Der NAV-Virchow-Bund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

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