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Kostenanstieg bei eGK-Projekt: Landesgruppe weist Schuldvorwürfe zurück

Neukirchen-Vluyn, 31. März 2014 - „Nicht die Organisationen der Ärzteschaft, sondern die grundlegend ungenügende Konstruktion der elektronischen Gesundheitskarte ist schuld am Misserfolg des IT-Projektes“, entgegnet Dr. Lutz Kindt, Vorstandsmitglied der Landesgruppe Nordrhein des NAV-Virchow-Bundes, an die Adresse der Krankenkassen. Diese hatten jüngst geklagt, dass die ärztlichen Organisationen das Ziel einer transparenten und nutzenbringenden Online-Infrastruktur unterlaufen. Es sei keineswegs die Schuld der Ärzteschaft, dass die seit 2008 getätigten Investitionen in Höhe von rund 800 Millionen Euro bis dato keinen messbaren Nutzen hätten, kritisiert Kindt. Bürokratieabschläge beim Honorar, wie von den Kassen gefordert, seien nicht hinnehmbar.

Kartenlesegerät in der Arztpraxis - Investitionen in Höhe von rund 800 Miliionen Euro (© Jürgen Fälchle - Fotolia.com)

Statt aus der Luft gegriffene Schuldzuweisungen zu verbreiten, solle sich der GKV-Spitzenverband besser mit den vernünftigen und berechtigten Sicherheitsbedenken der ärztlichen Organisationen auseinandersetzen, so Kindt. „In der bisher geplanten Form bringt die eGK erhebliche Sicherheitsmängel in Hinblick auf die Gesundheitsdaten der Versicherten.“ Während sich die Ärzteschaft um den Schutz der Patientendaten sorge und an alternativen Lösungen arbeite, gehe es dem GKV-Spitzenverband offensichtlich in erster Linie darum, das Versichertenstammdatenmanagement in die Arztpraxen zu verlagern. „Jeder Zweifel, ob die gespeicherten Daten sicher sind, gefährdet das sensible Vertrauensverhältnis zwischen Patienten und Ärzten. Deshalb muss es Aufgabe der Beteiligten sein, eine für alle Seiten tragbare Lösung der eGK-Misere zu finden.“ 

Völlig inakzeptabel, so Dr. Kindt weiter, sei die Forderung des Verwaltungsrates des GKV-Spitzenverbandes, „sanktionsbewehrte, verbindlich einzuhaltende Termine für die vorgesehene Verpflichtung zur Prüfung und Aktualisierung der eGK“ vorzugeben. Die Ärzteschaft dürfe für das missglücktes IT-Großprojekt und seine explodierenden Kosten weder finanziell durch Honorarabschläge noch in sonst einer Hinsicht haftbar gemacht werden. Vielmehr sollten die Krankenkassen ihre Hausaufgaben erledigen und nach einem Konsens mit den Ärzten suchen, so Lutz Kindt.

Der NAV-Virchow-Bund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

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