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Kassen-Chefin Pfeiffer betreibt Hetz-Kampagne: Sprechzeiten von Praxisärzten sind nicht Arbeitszeiten

Berlin, 05. April 2011 - Zu einer vom Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen in Auftrag gegeben Studie und deren Ergebnis, dass Arztpraxen in der Woche durchschnittlich nur knapp über 28 Stunden regulär geöffnet seien und zu der Schlussfolgerung von Kassenchefin Doris Pfeiffer, dass dies die Ursache für vermeintliche Wartezeiten sei, erklärt der Bundesvorsitzende des Verbandes der niedergelassenen Ärzte Deutschlands, Dr. Dirk Heinrich:

„Es ist schon erstaunlich, wie wenig Ahnung anscheinend der Spitzenverband der Krankenkassen von der ambulanten Versorgung hat. Und es ist – mit Verlaub – total daneben, was der Spitzenverband da absondert: Sprechzeiten von Praxisärzten sind nicht deren Arbeitszeiten. Sprechstunden sind die Öffnungszeiten der Arztpraxis. Ärzte arbeiten jedoch weit darüber hinaus: Sie führen Hausbesuche durch und halten Spezialsprechstunden ab. Zudem werden Patienten bei Erfordernis auch vor und nach der offiziellen Sprechstunde behandelt. Natürlich unterschlägt Frau Pfeiffer auch noch die Arbeitszeiten in der Ärzte die Kassenbürokratie bewältigen.

Und so sieht die Wirklichkeit aus: Nach der aktuellen Burn-out-Umfrage der Brendan-Schmittmann-Stiftung des NAV-Virchow-Bundes vom März dieses Jahres beträgt die durchschnittliche Arbeitszeit niedergelassener Ärzte 10,6 Stunden täglich. Dabei behandelt ein Praxisarzt rund 50 Patienten am Tag. Zudem benötigt ein niedergelassener Arzt laut einer Studie der Kassenärztlichen Bundesvereinigung aus dem Jahr 2006 allein für die Bewältigung der Kassen-Bürokratie rund acht Wochenstunden – außerhalb der Sprechzeiten. Und der Aufwand ist seit 2006 nicht weniger, sondern eher mehr geworden.

Wenn nun die Vorsitzende des Spitzenverbandes der Krankenkassen, Doris Pfeiffer, budgetbedingte Wartezeiten mit vermeintlichen Öffnungszeiten in Verbindung bringt, vergleicht sie Äpfel mit Birnen. Nach Frau Pfeiffers Vergleich von niedergelassenen Ärzten mit Staubsaugervertretern vor nicht mal einer Woche ist offensichtlich: Frau Pfeiffer ist an keiner sachlichen Auseinandersetzung gelegen, sie wählt den Weg der gezielten Provokation und bestätigt damit die Vermutung, eine reine Anti-Ärzte-Hetzampagne zu betreiben.

Der NAV-Virchow-Bund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

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