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Aktuelles

Honorarpläne der Kassen: Niederlassung wird zum wirtschaftlichen Glücksspiel

Berlin, 29. August 2012 - Mit Empörung und Unverständnis verfolgen die niedergelassenen Ärzte das Gebaren der Krankenkassen in den Honorarverhandlungen für ambulante Leistungen. „Wieder einmal werden wir niedergelassenen Ärzte von den Kassen als eine geldgierige, überbezahlte Spezies verunglimpft.

Investitionsstau, Inflation, Gehaltssteigerung der Mitarbeiter - Die Allianz deutscher Ärzteverbände fordert eine Honorarsteigerung (© Wolfgang-S - Fotolia.com)

Dass die medizinische Versorgung ohne unser – zum Teil unbezahltes – Engagement in weiten Strecken zum Erliegen kommen würde, blenden die Kassenbosse vollständig aus. Aber wir werden es ihnen zeigen, sollten sie sich mit der geplanten Honorarkürzung durchsetzen“, warnt Dr. Dirk Heinrich, Sprecher der Allianz Deutscher Ärzteverbände.

Die Ärzteverbände unterstützen die Forderung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) nach einer Anhebung des Orientierungspunktwertes auf mindestens 3,85 Cent. „Der Investitionsstau in den Praxen, die Anhebung der Tarifgehälter für die Medizinischen Fachangestellten und die gestiegene Morbiditätslast erfordern zwingend eine Honorarsteigerung“, so die Ärzteallianz. Sollten die Kassen im erweiterten Bewertungsausschuss eine Nullrunde oder gar eine Absenkung des Orientierungspunktwertes durchsetzen, werden die Ärzte auf die Barrikaden gehen. „Protestaktionen, Demonstrationen, Praxisschließungen – wir sind zu allem bereit“, sind sich die Ärzteverbände einig.

Besonders aufgebracht sind die Mitglieder der Allianz darüber, dass die Krankenkassen Überschüsse in Höhe von 20 Milliarden Euro horten oder für fragwürdige Wellness-Angebote ausgeben, gleichzeitig aber ausgerechnet bei der ambulanten medizinischen Versorgung die Daumenschrauben anlegen wollen. „Wenn die Bezahlung ärztlicher Leistungen nicht kontinuierlich nach Gesichtspunkten der Vernunft erfolgt, sondern alle Jahre wieder neu ausgeknobelt wird, wird die Niederlassung in eigener Praxis zum wirtschaftlichen Glücksspiel. Wie man unter diesen Umständen junge Ärzte für die Niederlassung begeistern und die ambulante Versorgung auf dem Land gewährleisten will, ist ein Geheimnis der Krankenkassenfürsten“, kritisiert die Allianz Deutscher Ärzteverbände. „Wir sehen die Kassen und die Politik in der Pflicht!“


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