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Heinrich: "Kalkulatorischer Arztlohn muss an Krankenhaus-Gehälter angepasst werden"

Berlin, 16. Juli 2014 - Zu den Äußerungen von Kassenärztlicher Bundesvereinigung und GKV-Spitzenverband im Vorfeld der Honorarverhandlungen bezieht Dr. Dirk Heinrich, Bundesvorsitzender des NAV-Virchow-Bundes, wie folgt Stellung:

"Verdienstmöglichkeiten für Praxisärzte müssen attraktiver werden" - Dr. Dirk Heinrich, Bundesvorsitzender des NAV-Virchow-Bundes (© Wagenzik - NAV-Virchow-Bund)

„Der Verhandlungsansatz der Kassenärztlichen Bundesvereinigung ist völlig richtig. Wenn der ambulante Bereich beim Ringen um den knappen ärztlichen Nachwuchs nicht ins Fachkräfte-Abseits gegenüber den Kliniken geraten will, müssen die Verdienstmöglichkeiten für Praxisärzte attraktiver werden. Dafür muss der kalkulatorische Arztlohn des EBM an die aktuellen Oberarztgehälter in den Krankenhäusern von durchschnittlich rund 133.000 Euro angepasst werden. Es geht aber nicht nur ums Geld. Auch die kalkulierte Arbeitszeit pro Arzt muss den Realitäten angepasst werden. Statt weit über 50 Stunden geht der Trend auch für Ärzte hin zur 40-Stunden-Woche.

Daneben geht es nach wie vor um feste Preise. Der Blindflug bei den Arzthonoraren der letzten Jahre muss endlich ein Ende haben. Nur wenn es einen feststehenden Preis für alle ärztlichen Leistungen gibt, haben Praxisgründer die Planungssicherheit, die sie als Betreiber eines Wirtschaftsunternehmens brauchen. Denn schließlich muss sich das Wagnis eines Investments auch für den niedergelassenen Arzt lohnen. Es läuft etwas schief, wenn Klinikkonzerne Renditeziele von 15 und mehr Prozent ausgeben und Praxisärzten entsprechende Kapitalrenditen verweigert werden.

Wenn die Krankenkassen diese berechtigten Forderungen nun als ‚rhetorischen Kniff‘ bezeichnen, zeigt dies, wie weit sich die Kassen-Oberen von der Versorgungsrealität entfernt haben. Immer mehr Kassenpatienten müssen behandelt werden, diese werden immer älter und damit auch kränker. Zudem versprechen die Kassen immer mehr neue Leistungen und Behandlungsmethoden, für die sie aber nicht mehr bezahlen wollen. Das kann nur als Realitätsverweigerung bei den Betonköpfen in den Spitzenetagen der Kassen bezeichnet werden.“

Der NAV-Virchow-Bund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

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