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GKV-Defizit - Ärzte für hohe Arzneimittelausgaben nicht verantwortlich

Köln, 09. März 2002 - Für die von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt angeprangerten hohen Arzneimittelausgaben tragen nicht die Vertragsärzte die Verantwortung, sondern es wird damit eindeutig dokumentiert, dass die Fortführung der Arzneimittelbudget-Politik einen Versorgungsstau ausgelöst hat, der sich jetzt in Nachholbedarf niederschlägt.

Dies erklärte heute der Bundesvorsitzende des NAV-Virchow-Bundes, Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands, Dr. Maximilian Zollner, zu der jetzt von Bundesgesundheitsministerin Schmidt veröffentlichten GKV-Finanzentwicklung im Jahr 2001.

Dr. Zollner wies darauf hin, dass die medikamentöse Versorgung der Patienten nicht nur ökonomisch betrachtet werden dürfe. Eine Behandlung mit qualitativ guten Medikamenten führe zu schnellerem Heilungserfolg und schlage sich durch eine kürzere Arbeitsunfähigkeit in volkswirtschaftlichem Nutzen nieder. Dies müsse deswegen auch im Sinne einer Sozialbilanz gesehen werden. Wenn Bundesgesundheitsministerin Schmidt zu hohe Arzneimittelausgaben beklage, nehme sie in Kauf, dass bei weniger guter Versorgung der Gesundheitszustand schlechter sei.

Da bereits heute drei Viertel der zu Lasten der GKV verordneten Arzneimittel Generika seien, beweise dies ein krankheitsadäquates und verantwortungsvolles Verordnen der Vertragsärzte. Anstatt immer nur die Vertragsärzte als Sündenbock für die höheren Ausgaben der Krankenversicherung zu geißeln, sollte Bundesgesundheitsministerin Schmidt sich eingehend um die Verwaltungskosten der Krankenkassen kümmern, die im vergangenen Jahr enorm gestiegen seien, betonte Dr. Zollner.

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