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Drohende Verwerfungen im EBM – Landesgruppen-Vorstand mahnt Nachbesserungen an

Berlin, 18. September 2013 - Der stellvertretende Vorsitzende der Landesgruppe Berlin/Brandenburg des NAV-Virchow-Bundes, Dipl.-Med. Mathias Coordt, fordert Nachbesserungen beim neuen Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) für Hausärzte: „Nach jetzigem Stand verfehlt die EBM-Reform einige ihrer wesentlichen Ziele, darunter die dringend notwendige Stärkung der hausärztlichen Grundversorgung.“ Dies hätten Simulationsrechnungen verschiedener Kassenärztlicher Vereinigungen (KVen) ergeben, darunter die der KV Berlin. Nach Ansicht des Landesgruppenvizes bestehe dringender Verbesserungsbedarf vor allem in fünf Bereichen des Abrechnungsverzeichnisses.

Stärkung der hausärztlichen Grundversorgung verfehlt - Der neue EBM steht unter massiver Kritik (© Alexander Raths - Fotolia.com)
  1. Anhebung der Versichertenpauschale in der Altersklasse der 19- bis 54-Jährigen.
  2. Eine Überarbeitung und Vereinfachung der Legende zu den Chroniker-Ziffern 03220 und 03221 und gegebenenfalls Rückkehr zur alten Definition des Gemeinsamen Bundesausschusses.
  3. Abrechenbarkeit der Vorhaltepauschale 03240 auch im innerhausärztlichen Überweisungs- und Vertretungsfall.
  4. Aufhebung der Budgetierung der Gesprächsziffer 03230 und die Lösung des Zeitbudgets von der Versichertenpauschale.
  5. Abrechenbarkeit der Vorhaltepauschale 03040 auch für Hausärzte, deren Patienten in derselben Berufsausübungsgemeinschaft auch von Fachärzten behandelt werden.

Dabei sei höchste Eile geboten, betont Mathias Coordt. Denn viele Kollegen müssten befürchten, ab Oktober Probleme bei der Abrechnung ihrer erbrachten Leistungen zu bekommen. „Es geht nicht um Schuldzuweisungen, ein neuer EBM ist ein höchst komplexes Unterfangen, das nicht in allen Abschnitten kalkulierbar ist und bei dem immer auch Verzerrungen auftreten können. Wichtig ist nur, diese dann rasch abzustellen.“ Es liege jetzt an den Gremien der Selbstverwaltung, die drohenden Honorar-Verwerfungen in den Hausarztpraxen zu verhindern, mahnt Coordt.

Kurz vor dem geplanten Start des neuen Leistungsverzeichnisses für Hausärzte am 1. Oktober 2013 wächst der Widerstand gegen das Reformvorhaben. Kritiker bemängeln unter anderem die fachlich schlechte Umsetzung des Ziffernwerks, die Benachteiligung von Kooperationen sowie die unklaren wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Praxen.

Der NAV-Virchow-Bund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

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