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Deutschland braucht Kooperation statt Chaos in der medizinischen Versorgung

22. Februar 2019 - Deutschlands medizinische Versorgung befindet sich mitten im Umbruch. Kooperative und vernetzte Strukturen sind die beste Garantie dafür, dass Patienten auch in Zukunft hochqualitativ versorgt werden, erklärt Dr. Frauke Wulf-Homilius, Vorsitzende der Landesgruppe Niedersachsen/Bremen im NAV-Virchow-Bund.

Dr. Frauke Wulf-Homilius, Vorsitzende der Landesgruppe Niedersachsen/Bremen im NAV-Virchow-Bund
Foto: Lopata / axentis

Die niedergelassene Augenärztin sagt: „In den letzten Jahrzehnten hat die ambulante Versorgung Erhebliches geleistet: hochwertige Diagnostik und effiziente, moderne ambulante Operationen. Die niedergelassenen Ärzte haben durch ihre Investitionen, Innovationen und nicht zuletzt durch ambulantes Operationswesen in Teilbereichen den Kliniken den Rang abgelaufen. Seit 25 Jahren wird deutlich mehr und effizienter im ambulanten Bereich operiert, mit der Folge, dass viele Eingriffe im klinischen Bereich kaum mehr angeboten werden.

Diese Leistungssteigerung wurde aus dem Honorartopf der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) finanziert. Die Zuwächse im Honorartopf hielten mit der allgemeinen Preissteigerungsrate aber nicht Schritt. Als Folge wurde bei der Vergütung der Basisversorger gespart. Durch gleichzeitig zunehmenden Leistungs- und Kostendruck durch “on-Top“-Kodierung, Dokumentationspflichten, Regresskontrolle, Hygiene- und Qualitätsmanagement, Datenschutz und e-Health wurde die umfassende, intersektorale Patientenbetreuung systematisch vernachlässigt und zu einer bloßen „Ehrenleistung“ degradiert.

Jetzt plötzlich wird genau diese nachhaltige Begleitung unserer Patienten von der Politik wieder eingefordert. Die Forderung ist richtig. Aber sie betrifft nicht nur die Ärzte. Vielmehr handelt es sich um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Deutschland braucht Kooperation statt Chaos in der medizinischen Versorgung.

Im Artikel 20 des Grundgesetzes (Sozialstaatsprinzip) verpflichten Bund, Länder und Kommunen sich, im Sinne einer Daseinsfürsorge auch eine funktions- und leistungsfähige Gesundheitsinfrastruktur zu fördern. Hier darf es nicht bei Lippenbekenntnissen bleiben. Ich fordere die Kommunen auf, Anbieterplattformen für alle regionalen Gesundheitsakteure zu entwickeln und zu pflegen. Effizienter Informationsaustausch verbessert das Arbeitsklima in den regionalen Gesundheitsregionen und würde die berufliche Attraktivität steigern. Das zeigen auch Ärztenetze mit vergleichbarer Struktur.“

Der NAV-Virchow-Bund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

NAV-Virchow-Bund
Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands e.V.
Landesgruppe Niedersachsen/Bremen
Landesvorsitzende: Dr. Frauke Homilius
Steinstr. 17
30982 Pattensen
Tel.: 05101/ 84 697
dr.homilius@t-online.de

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