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Coordt: „Der KV-Vorstand hat der Selbstverwaltung geschadet“

Berlin, 14. August 2014 - Der Vorstand der KV Berlin muss sich – zumindest vorerst – nicht vor Gericht wegen Untreuevorwürfen verantworten, hat das Landgericht am Dienstag entschieden. Auf standespolitischer Ebene ändere sich deshalb aber nichts, sagt Mathias Coordt. Der Vorsitzende des NAV-Virchow-Bundes Berlin ist nach wie vor der Meinung, dass Dr. Angelika Prehn, Dr. Uwe Kraffel und Burkhard Bratzke der Selbstverwaltung mit ihrem Verhalten geschadet hätten und deshalb zurücktreten sollten. Das verriet der Internist im Gespräch mit dem änd.

"Sie sollten Verantwortung übernehmen", sagt der Landesgruppenvorsitzende des NAV-Virchow-Bundes Berlin/Brandenburg, Matthias Coordt

Was sagen Sie zu der Entscheidung des Landgerichts?

Auf persönlicher Ebene freue ich mich für die drei Vorstände, dass es wohl nicht zu einem Verfahren kommt. Aus standespolitischer Sicht bin ich jedoch nicht zufrieden, denn durch diese Entscheidung hat sich nichts verändert. Die Zahlung der Übergangsgelder war nicht rechtmäßig und das Verhalten des Berliner KV-Vorstands hat der Selbstverwaltung geschadet.

Also bleiben Sie bei Ihrer Meinung, dass Frau Dr. Prehn, Herr Dr. Kraffel und Herr Bratzke von ihren Ämtern zurücktreten sollten?

Ja, das denke ich nach wie vor. Es war einfach nicht gut, wie sie mit der Sache umgegangen sind und dafür sollten sie die Verantwortung übernehmen. Es ist nicht Aufgabe des NAV-Virchow-Bundes, das Verhalten des KV-Vorstandes juristisch zu bewerten. Der finanzielle Schaden ist behoben, die Übergangsgelder wurden zurückgezahlt. Problematisch ist jedoch die politische Auswirkung der Affäre. Der politische Schaden ist groß. Beim KV-Vorstand handelt es sich um ein öffentliches Amt, das anderen als Maßstab gilt.

Würde denn ein Rücktritt der KV-Spitze für einen Neuanfang reichen? Was ist mit der Vertreterversammlung, müsste die nicht auch Verantwortung übernehmen?

Die VV ist in dieser Frage extrem gespalten, es bestehen tiefe Gräben zwischen den Ärztevertretern. Ein Neuanfang ist nötig, keine Frage. Und dafür muss sich meiner Meinung nach auch die VV mit ihrem Verhalten auseinandersetzen. Vorgezogene Neuwahlen sind in der Satzung aber nicht vorgesehen.

Die VV hat bereits eine neue Vorsitzende. Ein erster Schritt für einen Neuanfang?

Ja, ich denke, das ist ein erster guter Schritt. Der ehemalige VV-Vorsitzende Dr. Jochen Treisch verdient Anerkennung, dass er sein Amt niedergelegt und den Weg für einen Neuanfang damit frei gemacht hat. Seine Nachfolgerin Dr. Margret Stennes braucht nun aber erst einmal Zeit, um sich einzuarbeiten. Sie hat ein verantwortungsvolles Amt mit vielen Facetten übernommen.

Mit freundlicher Genehmigung von facharzt.de.

Der NAV-Virchow-Bund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

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