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Niederlassungsfreiheit erneuern

Eine flächendeckende Versorgung erreicht man besser durch Wettbewerb als durch Zwang. Echte Niederlassungsfreiheit fördert den Wettbewerb. Daher fordert der NAV-Virchow-Bund die Niederlassungsfreiheit wiederherzustellen, die der Verband 1960 vor dem Bundesverfassungsgericht erstritten hat.

 

Niederlassungsfreiheit statt Bedarfsplanung

Jeder Arzt, jede Ärztin kann frei wählen, wo er oder sie sich niederlassen möchte. Wenn aber ein Arzt gesetzlich Krankenversicherte ambulant behandeln will, schränkt die Bedarfsplanung der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) seit 25 Jahren die Niederlassungsfreiheit ein. Sie beschneidet damit die ärztliche Freiberuflichkeit und das Patientenrecht auf freie Arztwahl.

 

3 Thesen zur Niederlassungsfreiheit

  1. Die Regeln der Bedarfsplanung sind völlig veraltet und helfen nicht, die Versorgung zu verbessern.

  2. Eine reformierte Bedarfsplanung muss Mitversorgereffekte und Morbiditätsunterschiede berücksichtigen.

  3. Langfristig sollte die Bedarfsplanung ganz abgeschafft werden, denn es gibt viel bessere Hebel, um die Verteilung der Ärzte zu steuern.

 

So funktioniert Niederlassungsfreiheit

Die Zahnärzte machen es vor: Sie dürfen sich seit 2007 wieder frei niederlassen. Die Folge: Probleme von Unterversorgung im ländlichen Raum oder in schwierigen Stadtbezirken wurden gelöst. Auch für junge Zahnärzte ist es attraktiv, eine Praxis im Bayerischen Wald oder in sozialen Brennpunkten von Städten zu eröffnen.

Dafür gibt es drei Erfolgsfaktoren:

 

Etappensieg: Residenzpflicht fällt

Dass 2011 die Residenzpflicht aufgehoben wurde, ist ein Erfolg des NAV-Virchow-Bundes. Niedergelassene Ärzte dürfen seither ihren Praxissitz unabhängig vom Wohnort wählen und umgekehrt. Ein wichtiger Schritt, um Praxen auf dem Land oder in städtischen Problembezirken wieder attraktiver für Ärzte zu machen.

Erfahren Sie mehr über unsere berufspolitischen Erfolge für niedergelassen Ärzte und lesen Sie die Studie "Darum gehen Ärzte aus dem Krankenhaus in die Niederlassung" (2017).

 

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