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Ärztemonitor 2016

Patienten versorgen stiftet hohe Zufriedenheit – schwierige Rahmenbedingungen schlauchen aber

Dr. Dirk Heinrich und Dr. Andreas Gassen präsentieren die Ergebnisse des Ärztemonitors 2016. (© Sarah Weckerling)

2016 erschien der dritte Ärztemonitor 2012 im Auftrag von NAV-Virchow-Bund und KBV. Rund 11.000 niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten befragte das Institut für angewandte Sozialwissenschaft (infas) zu Themen rund um die Praxis.

2016 gaben 95 Prozent der Haus- und Fachärzte sowie 98 Prozent der Psychotherapeuten in Deutschland an, Spaß an ihrem Beruf zu haben. Bei einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 52,2 Stunden und 44,6 Patienten am Tag fühlten sich allerdings 30 Prozent der befragten Haus- und Fachärzte durch ihre Arbeit ausgebrannt.

Die Befragung belegt, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Arztpraxen seit 2012 stetig verbessert haben. Die Zufriedenheit mit dem Einkommen wuchs von 57 auf 67 Prozent. Mit der wirtschaftlichen Situation der Praxis waren 2016 rund 68 Prozent zufrieden. 2012 waren es 60 Prozent.

Der Anstieg bei den Zufriedenheitswerten verläuft nicht für alle Fachgruppen gleich. Die Hausärzte konnten seit 2012 ein erfreuliches Plus verzeichnen, im Gegensatz zu grundversorgenden Fachärzte. Ein gefährlicher Befund angesichts des zunehmenden Ärztemangels gerade in den ländlichen Regionen.

Herausforderungen sehen viele Niedergelassene in der Nachbesetzung ihrer Praxen: Ein Viertel der Befragten möchte aus Altersgründen in den kommenden fünf Jahren in den Ruhestand gehen. Mit der aktiven Suche nach einem Nachfolger haben 56 Prozent von ihnen bereits begonnen – davon wiederum waren 43 Prozent erfolgreich, 54 Prozent suchen jedoch noch.

64 Prozent der Befragten glauben, dass die Telemedizin in fünf Jahren einen festen Bestandteil im Praxisalltag haben wird. Aktuell nutzen bereits 12 Prozent telemedizinische Anwendungen.

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