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Aussetzen der Kodierrichtlinien nimmt Druck aus dem Kessel

Berlin, 21. Februar 2011 - „Wir begrüßen die Initiative des Bundesgesundheitsministers, die Einführung der Ambulanten Kodierrichtlinien (AKR) bis Jahresende auszusetzen“, erklärt der Bundesvorsitzende des Verbandes der niedergelassenen Ärzte Deutschlands, Dr. Dirk Heinrich. Diese Entscheidung nehme den Druck aus dem Kessel und schaffe die Voraussetzungen, eine sachgerechte Lösung zu erzielen: „In dieser Atempause sollten wir tief durchatmen, Luft holen und dann sehen, was an Kodierung wirklich notwendig ist und was nur als Beschäftigungstherapie für Bürokraten dient“, betont Dr. Heinrich.

Die Aussetzung der mit den Kodierrichtlinien verbundenen Weiterentwicklung der morbiditätsorientierten Gesamtvergütung habe zur Folge, dass auch bei den Ambulanten Kodierrichtlinien nicht der Druck bestehe, der den Ärzten immer vorgemacht werde. „Was nützt uns eine morbiditätsorientierte Gesamtvergütung in einigen Jahren, wenn bei dem dafür entstehenden Bürokratiewust die Praxen zusammenbrechen“, stellt der Vorsitzende des NAV-Virchow-Bundes fest.

Das selbst erklärte Ziel der ärztlichen Selbstverwaltung war immer wieder die Entlastung der Praxis von Bürokratie. „Jetzt ist es nötig, die KBV an ihre eigene Forderung zu erinnern“, so Dr. Heinrich.

Der NAV-Virchow-Bund fordert seit langem schon, die Kodierrichtlinien praktikabler zu gestalten und den Zeitaufwand durch die Kodierung der Krankheitsbilder auf ein geringes Maß zu reduzieren.

Der NAV-Virchow-Bund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

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