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ÄRZTE UNTERSTÜTZEN HELFERINNEN: KOSTENDÄMPFUNG SCHULD AM ARBEITSPLATZ-ABBAU

22. August 2005 - eur Berlin, 23. August 2005 – Zum heutigen Aktionstag des Berufsverbandes der Arzt-helferinnen in Hamburg, mit dem auf die sinkenden Beschäftigungszahlen von Arzthelferinnen in der Praxis aufmerksam gemacht werden soll, erklärt der Hamburger Landesvorsitzende und Mitglied des Bundesvorstandes des Verbands der niedergelassenen Ärzte Deutschlands (NAV-Virchow-Bund), Dr. med. Klaus-Otto Allmeling:

„Der Verband der niedergelassenen Ärzte unterstützt die Aktion der Arzthelferinnen. Ohne Arzthelferinnen ist der Praxisalltag mit seiner ständig steigenden Bürokratie nicht mehr zu bewältigen. Arzthelferinnen sichern die persönliche Ansprache des Patienten. Umso schwieriger ist es für die niedergelassenen Ärzte, wenn Sie aus wirtschaftlichem Druck durch sinkende Praxisumsätze und steigende Kosten Stellen abbauen müssen.

eur Berlin, 23. August 2005 – Zum heutigen Aktionstag des Berufsverbandes der Arzthelferinnen in Hamburg, mit dem auf die sinkenden Beschäftigungszahlen von Arzthelferinnen in der Praxis aufmerksam gemacht werden soll, erklärt der Hamburger Landesvorsitzende und Mitglied des Bundesvorstandes des Verbands der niedergelasse-nen Ärzte Deutschlands (NAV-Virchow-Bund), Dr. med. Klaus-Otto Allmeling:

„Der Verband der niedergelassenen Ärzte unterstützt die Aktion der Arzthelferinnen. Ohne Arzthelferinnen ist der Praxisalltag mit seiner ständig steigenden Bürokratie nicht mehr zu bewältigen. Arzthelferinnen sichern die persönliche Ansprache des Patienten. Umso schwieriger ist es für die niedergelassenen Ärzte, wenn Sie aus wirtschaftlichem Druck durch sinkende Praxisumsätze und steigende Kosten Stellen abbauen müssen.

Die Kostendämpfung im Gesundheitswesen ging in den zurückliegenden Jahren vorwiegend zu Lasten der ambulanten Versorgung. Die Praxen niedergelassener Ärzte und deren Personal sind die Verlierer der zurückliegenden Gesundheitsreformen. Dafür sprechen folgende Fakten:


  • Im vergangenen Jahr stagnierten die Ausgaben für die ambulante Versorgung im Westen, in den neuen Ländern ging sie um 3,4 Prozent zurück.

  • ‚Die Ausgaben der Gesetzlichen Krankenkassen für die vertragsärztliche Versorgung stiegen deutlich unterproportional zu den gesamten Leistungsausgaben und auch weitaus schwächer als die entsprechenden‘, befindet der Sachverständigenrat für die Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen im Mai dieses Jahres. Er dokumentiert damit, dass es den Kassenärztlichen Vereinigungen nicht gelungen ist, die ökonomischen Interessen des eigenen Klientels erfolgreich durchzusetzen.

  • Die Einnahmen aus vertragsärztlicher Tätigkeit sanken im Zeitraum von 1992 bis 2001 um 1,9 Prozent, während die Löhne und Gehälter im selben Zeitraum um 18,7 Prozent gestiegen sind. Analog dazu stiegen die Kosten für die ärztlichen Praxen in mindestens derselben Höhe. Im selben Zeitraum stieg aber auch die Zahl der niedergelassenen Ärzte, die an der ambulanten Gesamtvergütung teilhaben um rund 11.000 (plus 10 Prozent) und es stieg demographiebedingt die Zahl der kranken Menschen.

  • Der Anteil der ambulanten Versorgung an den Gesamtausgaben im Gesundheitswesen betrug vor zehn Jahren noch 23 Prozent, heute gerade noch 15 Prozent, Tendenz: fallend.

  • Ein Prozent der ambulanten Vergütung wird seit 2004 als „Anschubfinanzierung“ für die Integrierte Versorgung abgezweigt und fehlt dort, obwohl nach dem heutigen Stand niedergelassene Ärzte nur an rund 40 Prozent der Verträge zur Integrierten Versorgung beteiligt sind.

  • Der vertragsärztlichen Versorgung fehlen in diesem Jahr zusätzlich 300 Millionen Euro durch die Auswirkungen von Hartz IV: Rund eine Million Menschen, die bislang über die Sozialhilfe krankenversichert waren und nun Arbeitslosengeld II empfangen, sind über die Familienversicherung, zumeist über den Ehe-partner, mitversichert. Diese Menschen erhalten zwar nach wie vor alle Leistungen, die Krankenkassen zahlen jedoch ihre so genannte Kopfpauschale für das versicherte Mitglied, nicht jedoch für die Mitversicherten.

Die Politik muss endlich realisieren, dass die rund 120.000 niedergelassenen Vertragärzte ein fester Bestandteil des wirtschaftlichen Mittelstandes sind. Sie sind Arbeitgeber für rund 653.000 Menschen, darunter überdurchschnittlich viele Frauen, bieten besondere Beschäftigungsformen wie zum Beispiel Teilzeitarbeit für junge Mütter und schaffen dadurch in besonderer Weise den Wiedereinstieg ins Arbeitsleben.

Das Gesundheitswesen wird der Wirtschaftzweig der Zukunft sein. Niedergelassene Ärzte dürfen von dieser Entwicklung nicht davon ausgeschlossen werden!“


Der NAV-Virchow-Bund ist der einzige freie ärztliche Verband, der ausschließlich die Interessen aller niederlassungswilligen, niedergelassenen und ambulant tätigen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete vertritt.

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