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Ärzte-Befragung dokumentiert anhaltenden Vertrauensverlust in das KV-System

Berlin, 27. April 2011 - Lediglich ein Fünftel der befragten Ärzte hält die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) heute noch für unverzichtbar. Mehr als ein Drittel ist sogar der Meinung, dass die Selbstverwaltungsorgane vollkommen überflüssig sind – Zu diesem Ergebnis kommt die Brendan-Schmittmann-Stiftung des NAV-Virchow-Bundes in ihrer aktuell vorgelegten Studie „Die Entwicklung ausgewählter Aspekte vertragsärztlicher Tätigkeit der letzten 15 Jahre“. Basis der Befunde sind die Daten der jüngst veröffentlichten Burn-out-Studie, die in fünf Intervallen zwischen 1996 und 2010 mittels schriftlicher Befragungen von Vertragsärzten erhoben wurden.

Im Vergleich zu den Studienergebnissen der zurückliegenden Jahre ist die Akzeptanz der Selbstverwaltungsorgane rückläufig: Während 2004 rund 30 Prozent der Befragten die KVen als „unverzichtbar“ bezeichneten, sind 2010 nur noch 20 Prozent dieser Meinung. Ähnlich zurückhaltend äußern sich die befragten Ärzte auf die Frage, ob der Sicherstellungsauftrag bei den KVen bleiben muss: Etwa 35 Prozent sind „überhaupt nicht“ dieser Ansicht (2002: 22 Prozent). Lediglich circa 22 Prozent der Probanden sprechen sich vollkommen dafür aus (2002: 44 Prozent).

Neben der ärztlichen Sicht des KV-Systems befasst sich die Studie mit der Entwicklung der wahrgenommenen Arbeitsbedingungen sowie der wirtschaftlichen Selbsteinschätzung der befragten Vertragsärzte. Auf die eigene Praxis bezogen erwarten bei leicht steigender Tendenz in den zurückliegenden Jahren rund 30 Prozent der Befragten „in absehbarer Zeit wirtschaftliche Probleme“. Fast 38 Prozent glauben, dass viele Vertragsärzte „in nächster Zeit gravie-rende wirtschaftliche Probleme“ bekommen – ein im Vergleich zu 2002 allerdings deutlich niedrigerer Wert, als rund 58 Prozent eine düstere Prognose trafen.

Die vollständige Studie kann gegen eine Schutzgebühr von 15 Euro im Internet (www.nav-virchowbund.de, Rubrik „Stiftung“) oder in der Geschäftsstelle bestellt werden:

Brendan-Schmittmann-Stiftung
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Fon: (03 0) 28 87 74 - 1 26
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