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Aktuelles

80 Prozent der Vertragsärzte von Teilsaspekten des Burn-out betroffen

Berlin, 07. März 2011 - „Die Arbeitsbelastung der Vertragsärzteschaft ist seit 1996 konstant hoch“, resümiert der Vorsitzende der Brendan-Schmittmann-Stiftung des NAV-Virchow-Bundes, Prof. Dr. Harald Mau, die Ergebnisse der neuen Studie zum Thema Burn-out-Syndrom „Die vertragsärztliche Tätigkeit im Lichte des Burn-out-Syndroms“. Die Aussagen basieren auf den Ergebnissen von Befragungen von Vertragsärzten aus den Jahren 1996, 2002, 2004, 2007 und 2010 und bilden damit einen Zeitraum von 15 Jahren ab.

Zwar sehen sich auf der Grundlage der vorgegebenen Indikatoren lediglich 5 bis 10 Prozent der befragten Ärzte vom Vollbild des Erschöpfungssyndroms betroffen. Etwa 80 Prozent der Vertragsärzteschaft weist jedoch Teilaspekte eines Burn-outs auf. Dem gegenüber steht eine Gruppe von etwa 12 bis 18 Prozent der befragten Ärzte, die weit entfernt von einem Burn-out ist. Die Ärzte dieser Gruppe beantworten alle Fragen zum Burn-out ablehnend.

Mehr als die Hälfte der befragten Ärzte fühlen sich „am Ende eines Arbeitstages völlig erledigt“, haben „Schlafdefizite“ und essen nicht „regelmäßig und ohne Eile“. Etwa drei Viertel der Vertragsärzte konstatieren, „dass unter der Überanspruchung in der Praxis ihr Privatleben leidet“. Nur 15 bis 25 Prozent haben zur „Wahrnehmung ihrer persönlichen Interessen genügend Zeit“.

Auch die Beziehung zu den Patienten gerät durch den beruflichen Stress der Ärzte in Mitleidenschaft. Mehr als die Hälfte der Befragten gibt an, „zu wenig Zeit für die Patienten zu haben“, fühlt sich von den „Problemen und schwierigen Lebenssituationen der Patienten belastet“ und beklagt „Defizite in der Kommunikation“. Gleichzeitig sind mehr als drei Viertel der befragten Vertragsärzte der Meinung, dass „die Erwartungshaltung der Patienten in den letzten Jahren gestiegen ist“ bzw. dass sie „der unangemessen fordernde Patient“ belastet.

Bemerkenswert ist auch die Sicht der Probanden: So geben 65 Prozent der im Jahr 2010 befragten Vertragsärzte an, dass sie in ihrer bisherigen Tätigkeit niedergelassene Kollegen mit einem Burn-out kennengelernt haben. Rund 75 Prozent sind sogar der Meinung, dass das Burn-out unter den niedergelassenen Ärzten ein verbreitetes Phänomen ist.

Die vollständige Studie kann gegen eine Schutzgebühr von 15 Euro im Internet (www.nav-virchowbund.de, Rubrik „Stiftung“) oder in der Geschäftsstelle bestellt werden:

Brendan-Schmittmann-Stiftung, Geschäftsstelle Berlin
Chausseestraße 119b, 10115 Berlin
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