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Historie

dr_muschallik_web.jpgNach Ende des Zweiten Weltkrieges bemühen sich die deutschen Ärzte zunächst, ihre Interessen in Arbeitsgemeinschaften durchzusetzen. Erste Landesverbände gründen sich bald daraufhin Anfang 1949 in Nordrhein-Westfalen und Hamburg.

Die Stunde Null

Während des Ärztetages im September 1949 in Hannover schließen sich die jungen Landesverbände zum „Verband der niedergelassenen Nicht-Kassenärzte Deutschlands (NKV)“ zusammen. Unter dem Vorsitz des Internisten Dr. Hanswolf Muschallik formieren sich bald im Anschluss weitere Landesverbände.

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Maßgeblich daran beteiligt ist sein Geschäftsführer, der spätere Verbandsvorsitzende und Arzt für Allgemeinmedizin Dr. Kaspar Roos.


Kampf für Niederlassungsfreiheit

Der inzwischen auf Bundesebene aktive NKV hat nunmehr primär das Ziel, alle Ärztinnen und Ärzte, die ihre Qualifikation zur Niederlassung besitzen, die Zulassung zur kassenärztlichen Tätigkeit zu ermöglichen.

Folgerichtig kommt es bereits Mitte der 1950er Jahre zur Umbenennung des Verbandes in „Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands e.V. (NAV)“. Da die freie Kassenzulassung die Voraussetzung für freie Berufsausübung ist, strengt der NAV 1969 eine Verfassungsklage an.


Erfolg vorm Bundesverfassungsgericht

dr_hirschmann_web.jpg Die Urteilsverkündung des Bundesverfassungsgerichtes (BVerfG) vom 23. März 1960 wird im Kampf für die freie Niederlassung zum ersten standespolitischen Erfolg des NAV.

Gemeinsam mit dem Marbuger Bund hatte der Verband bereits auf dem Ärztetag 1950 in Bonn die Forderung nach der freien Berufsausübung durch die Freigabe der Zulassung erhoben. Die Zulassungsbeschränkung ist verfassungswidrig und wird damit für nichtig erklärt.


Neue Herausforderungen

Mit der sich von Jahr zu Jahr verstärkenden Einbindung von Gesundheitspolitik in eine weit gefasste Gesellschaftspolitik gehen stetig neue Aufgabenstellungen einher - Herausforderungen, denen sich dr_zollner_web.jpgder NAV entschlossen und oft richtungsweisend stellt.


Gesamtdeutsche Vereinigung

Knapp ein Jahr nach dem Fall der Berliner Mauer vereinigt sich der NAV mit dem ersten freien Ärzteverband der niedergehenden DDR, dem Rudolf-Virchow-Bund. Dieser hatte sich kurz zuvor konstituiert und stimmte mehrheitlich für die Fusion zum gesamtdeutschen „NAV-Virchow-Bund, Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands e.V.“.

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Chronologie der Vorsitzenden

1949 - 1952: Dr. Hanswolf Muschallik
1952 - 1982: Dr. Kaspar Roos
1982 - 1994: Dr. Erwin Hirschmann
1994 - 2006: Dr. Maximilian Zollner
2006 - 2010: Dr. Klaus Bittmann
seit 2010: Dr. Dirk Heinrich