Beruf & Familie
Kind oder Karriere? Diese Frage stellt sich für die meisten jungen Frauen nicht mehr. Sie wollen beides. Dies gilt insbesondere für gut ausgebildete Frauen wie Ärztinnen. In einem Fach wie der Medizin gilt jedoch: Je länger die Auszeit, desto mehr gleicht der Wiedereinstieg einem Neuanfang. Um größere Brüche zu verhindern, sollten Elternzeit und Wiedereinstieg deshalb frühzeitig und genau geplant werden.
Niedergelassene Ärztinnen, die eine familienbedingte Auszeit nehmen wollen oder müssen, haben gegenüber ihren angestellten Kolleginnen verschiedene Vor- und Nachteile. Als Selbständige sind sie in der Gestaltung der Eltern- und Arbeitszeit zwar freier, dafür ist die organisatorische und finanzielle Planung der Familienphase aber mit wesentlich mehr Aufwand und einem größeren Risiko verbunden. So gilt das Mutterschutzgesetz für Selbständige nicht. Möchten oder können sie in den Wochen unmittelbar vor und nach der Entbindung nicht arbeiten, müssen sie für diese Zeit bereits im Vorfeld finanziell vorsorgen.
Der NAV-Virchow-Bund hat verschiedene Merkblätter zum Thema „Familie und Beruf“ entwickelt, um junge Ärztinnen und Ärzte in der Familienphase zu unterstützen. Diese informieren kurz und prägnant über die Rechte werdender und junger Mütter, die zahlreichen Möglichkeiten der Berufsausübung sowie finanzielle Aspekte wie die steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten. In diesem Zusammenhang sind unter anderem die Merkblätter
- „Mutterschutz, Elternzeit und das neue Elterngeld“
- „Elternzeit – So gelingt der Wiedereinstieg“
entstanden, die sich sowohl an niedergelassene als auch an angestellte Ärztinnen und Ärzte richtet.
Diese und andere Informationsmaterialien können Sie über das Bestell-Center ordern.
RA Andrea SchannathJustiziarin
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