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Zukunft der privaten Krankenversicherung
Mehr Wettbewerb auch in der privaten Krankenversicherung: Die Alterungsrückstellungen müssen portabel und Verwaltungskosten transparenter werden!
Der NAV-Virchow-Bund, Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands, fordert Bundesregierung, Regierungsparteien und Opposition auf, auf gesetzlichem Weg mehr Wettbewerb und Transparenz in der privaten Krankenversicherung zu ermöglichen. Hierzu gehört nicht nur, dass jedem Privatversicherten jährlich mitgeteilt wird, wie hoch seine angesparten Alterungsrückstellungen sind. Sie müssen auch übertragbar (portabel) gemacht werden, wenn er seine Versicherung wechseln will.

Weiter sollte jede private Krankenversicherung verpflichtet sein, ihre Kostenstruktur offen zu legen. Dies ist umso wichtiger, weil Abschluss- und Verwaltungskosten fast 80% der Summe ausmachen, die die ganze ambulante privatärztliche Versorgung kostet.
Die Portabilität der von ihm angesparten Alterungsrückstellungen ermöglicht dem Versicherten, auch in fortgeschrittenem Alter seine private Krankenversicherung wechseln zu können. Dies ist bisher praktisch unmöglich, weil diese nach geltendem Recht bei der bisherigen Versicherung bleiben. Wenn durch die Gesetzesänderung künftig auch ältere Personen ihre private Krankenversicherung wechseln könnten, ohne finanzielle Nachteile zu erleiden, bedeutet dies eine erhebliche Stärkung des Wettbewerbs in der PKV. Dies umso mehr, wenn der wechselwillige Versicherte aufgrund der geforderten Kostentransparenz sich für eine Versicherung mit niedrigen Abschluss- und Verwaltungskosten entscheiden kann.