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Junge Ärzte im NAV-Virchow-Bund

Der Arbeitskreis Junge Ärzte innerhalb des NAV-Virchow-Bundes repräsentiert speziell die jüngeren Ärzte, die sich mit Ihrer Praxis noch in der Start- und Aufbauphase befinden. Hier ergeben sich naturgemäß andere Interessen und Fragestellungen als bei älteren Kollegen, die ggf. bereits an die Aufgabe Ihrer niedergelassenen Tätigkeit denken. Den Interessen junger Ärzte kommt in der Verbandsarbeit eine besondere Stellung zu, denn hier geht es im besonderen Maß um die Zukunft unseres freien Berufsstands.

Die Brendan-Schmittmann-Stiftung des NAV-Virchow-Bundes hat im Jahr 2004 eine Pilotstudie zur Situation junger niedergelassener Ärzte durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen unter anderem, dass der Rat erfahrener Kollegen in Vorbereitung der eigenen Niederlassung nicht unbedingt gefragt ist:

"Die Zeiten ändern sich! Eine Feststellung, die nicht nur Gegenstand des berühmten Dylan-Song ist, sondern auch für die niedergelassenen Ärzte zutrifft. Es ist noch nicht lange her, da war unter der Kollegenschaft die „Bus ist voll“-Mentalität nicht selten anzutreffen. Diese Mentalität artikulierte die Angst, dass es zu viele Vertragsärzte im System geben könnte und sich dadurch die eigenen Einkunftsmöglichkeiten verschlechtern würden. Hilfreich und solidarisch war diese Mentalität nicht. „Der Bus“ steht aufgrund der demographischen Entwicklung vor einem akuten Fahrgästemangel. [...]"

Lesen Sie hier die vollständige Fassung der Studienergebnisse als PDF.

Lust auf Niederlassung: Der NAV-Virchow-Bund beim Karrierekongress

Gespannte Zuhörer beim Facharzt-Podium auf dem Karrierekongress 2014 (© Peter Himsel, Deutscher Ärzte-Verlag)

Am 5. und 6. Dezember 2014 hatte der Deutsche Ärzte-Verlag Medizinstudierende und Jungärzte zum achten Mal zum Nachwuchskongress „Operation Karriere“ nach Berlin eingeladen. Der Bundesnachwuchskongress fand in der European School of Management and Technology (EMST) am Schlossplatz statt. Beim Besuch der Karrieremesse mit unterschiedlichen Ausstellern aus Industrie und Klinik nutzten viele Medizinstudenten und junge Ärzte die Chance, frühzeitig Kontakte zu potentiellen Arbeitgebern zu knüpfen. Interessante praxisnahe Workshops informierten die Interessenten über Bewerbungsstrategien, Möglichkeiten der Berufsausübung von A wie Approbation bis Z wie Zulassung und Fallstricke der ärztlichen Tätigkeit.

Neben einem Job Board mit vielseitigen aktuellen Stellenangeboten bestand die Möglichkeit, an einer Karriereberatung und einem Fotoshooting teilzunehmen. Eine zweitägige Vortragsreihe beantwortete alle wichtigen Fragen zum optimalen Studium, der persönlichen Berufs- und Lebensplanung, der ersten Berufsorientierung sowie der nahtlosen Aus- und Weiterbildung, um für den künftigen Berufsalltag gewappnet zu sein.

Unter Moderation von Dr. Eva Richter-Kuhlmann, Redakteurin des Deutschen Ärzteblattes, referierte Dr. Martina Teja vom NAV-Virchow-Bund im Facharzt-Podium „Endlich Arzt – Eine erste Berufsorientierung“ zum Thema „Option Praxis – Kommt für mich eine Niederlassung in Frage?“ Weitere Referenten dieses Vortragblocks waren Dr. Bernhard Gibis von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und Kollegin Lange von der DEGAM-Nachwuchsakademie. Im Vortrag des Arbeitskreises „Junge Ärzte im NAV-Virchow-Bund“ wurde der Weg vom Medizinstudium zur erfolgreichen eigenen Praxis aufgezeigt.

So gilt es schon frühzeitig während des Medizinstudiums, Orientierungshilfen, wie Famulaturen, Blockpraktika und Praktisches Jahr in Praxen, zu nutzen, um Praxisstrukturen und Praxisabläufe kennenzulernen, Prozesse mitzuerleben und dem Ziel des eigenständigen Arbeitens näherzukommen. Eine Weiterbildungszeit in einer fachärztlichen Praxis garantiert darüber hinaus eine praxisnahe und fundamentale Ausbildung bei nicht vorselektiertem und breitem Erkrankungsspektrum. Ziel ist dabei, eigenverantwortlich zu arbeiten. Weiterbildungsverbünde implizieren eine nahtlose Ausbildung und Planungssicherheit.

Dargestellt wurde die Besonderheit einer Tätigkeit im niedergelassenen Bereich in Gegenüberstellung zum stationären Bereich:

  • Neben einer hohen Patientenfrequenz, einer oftmals langjährigen Patienten-Arzt-Beziehung und Betreuung mehrerer Generationen bedeutet eine Niederlassung Autonomie und Selbstverwirklichung.
  • Im Gegensatz zum paternalistischen Arzt-Patienten-Verhältnis im stationären Bereich dominiert in der Praxis ein partnerschaftliches Verhältnis mit partizipativ-konkordanter Entscheidungsfindung, wodurch der Patient ein Stück Verantwortung übernehmen kann.
  • Gerade die „sprechende Medizin“ setzt jedoch ein hohes Maß an Empathie voraus.

Aufgezeigt wurden die optimalen Tätigkeitsmöglichkeiten im ambulanten Bereich in Teilzeit oder Anstellung. Hierzu wurde auf das umfangreiche Serviceangebot der KV-Beratungsstellen und des NAV-Virchow-Bundes verwiesen. Bei der Entscheidung über den Weg in die Selbstständigkeit oder die Wahl einer Anstellung muss berücksichtigt werden, dass es für eine erfolgreiche Praxis heute nicht mehr reicht, nur ein guter Arzt zu sein. Betriebswirtschaftlicher Durch- und Weitblick und rationelle EDV-Nutzung garantieren eine prosperierende Praxis. Eine gute interkollegiale und intersektorale Vernetzung und eine enge Zusammenarbeit mit externen Kooperationspartnern fördern eine gute Versorgung und zufriedene Patienten.

Für einen gelungenen Praxisstart wurden abschließend noch Tipps und Tricks mit auf den Weg gegeben sowie steuerrechtliche Einsparmöglichkeiten für Angestellte in einer Arztpraxis dargestellt. Nach einer interessanten Diskussion mit dem Auditorium erlebten die Medizinstudierenden und Jungmediziner zwei spannende und informative Tage. Der nächste Nachwuchskongress in Berlin findet am 14. November 2015 statt.

Dr. med. Martina Teja
Arbeitskreis „Junge Ärzte im NAV-Virchow-Bund“

Alle Informationen zum Karrierekongress finden sich im Internet unter www.operation-karriere.de.

Kooperationspartner junge Dermatologen

JuDerm ist der im Jahr 2011 gegründete Zusammenschluss junger Dermatologen unter dem Dach des Berufsverbands der Deutschen Dermatologen. Ziel des Bündnisses ist es, das Fachgebiet bei jungen Studierenden bekannt zu machen und junge Ärzte während ihrer dermatologischen Weiterbildung optimal zu begleiten. Darüber hinaus unterstützt das Bündnis die junge Dermatologen beim Schritt in die eigene Niederlassung.

Im Hinblick auf den immer größer werdenden Anteil weiblicher Mediziner entwickelt juDerm Ideen zur Flexibilisierung von Arbeitszeitkonzepten und Arbeitsstrukturen, um langfristig die dermatologische Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Seit 2014 besteht eine Kooperation zwischen Juderm und der Sektion "Junge Ärzte" des NAV-Virchow-Bundes. Mehr Informationen zu juDerm finden sich unter: www.juderm.de.

Ansprechpartner

Dr. Dr. Rainer Broicher
Bundesobmann Arbeitskreis Junge Ärzte
Mitglied des Bundesvorstandes

Kitschburger Straße 9
50935 Köln
dr.broicher@koeln.de

Ansprechpartnerin

Dr. Martina Teja

Ludwigsthaler Straße 5
66459 Lirkel
martinateja@aol.com